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Need for Speed: Underground

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Der Blick unter die Motorhaube
Auf den Straßen spiegeln sich bunt die Lichter der Reklamen und Beleuchtungen der Schaufenster und Häuser wider. Regnen tut es aber nicht, auch wenn die Straßen danach aussehen. Wenn ihr die ersten Runden dreht, kann dieses Aussehen durchaus beeindrucken. Aber nach mehreren Rennen wirkt das Ganze schon wieder eintönig, was aber nicht weiter stört.
Die PS-Monster sind schön modelliert und sehen durch Detailvielfalt wirklich gut aus. Obwohl die Bildwiederholrate bei NfS:U ziemlich niedrig gehalten wird, kommt ein enormes Geschwindigkeitsgefühl auf. Absperrungen, Gegenverkehr und Warnschilder fliegen mit einem Summen an einem vorbei, dass man denkt, man würde gleich abheben. Trotz hoher Geschwindigkeit ist das Steuern der Flitzer einfach gehalten. Wie bei Arcade Rennspielen üblich ist das Betätigen der Bremse oder gar Handbremse selten. Für die meisten Kurven reicht es aus, einfach vom Gas zu gehen. Egal ob Neuling oder echte Profis, beide werden gleichermaßen mit der Steuerung zurecht kommen. Bei Unfällen wird das Ganze von einer Außenkamera in Zeitlupe dargestellt, was den Unfall etwas dramatischer aussehen lässt, als er ist. Egal wie oft und wie hart ihr gegen etwas fahrt, werdet ihr nicht den kleinsten Kratzer an eurem Boliden feststellen können. Ist zwar schade, aber den Spielspaß beeinträchtigt das überhaupt nicht.
Was die Soundkulisse betrifft, so kann NfS:U mit gutem, aber nicht auffallendem Motoren- und Auspuffsound überzeugen. Viel Abwechslung wird hier nicht geboten, hier mal ein Quietschen beim Driften und dort mal ein Scheppern beim Aufprall gegen eine Wand, viel mehr sollte man nicht erwarten. Das ganze Renngeschehen wird zusätzlich durch einen ausgeglichenen Soundtrack begleitet. Dieser beinhaltet Tracks von Musikergrößen wie Asian Dub Foundation, Nate Dogg und einigen mehr. Somit reicht das Musikangebot von Rock über Hip Hop bis hin zu moderner elektronischer Musik.

Fazit
Wer sich von Need for Speed: Underground einen Ableger der alten Reihe erhofft hat, wird hier enttäuscht. Zwar ist es immer noch ein Arcade-Racer in dem Sinne, doch spielt sich hier, wie der Name schon sagt, alles im "Untergrund" ab. Keine Verfolgungsjagden mit der Polizei und keine teueren Luxusschlitten werdet ihr zu Gesicht bekommen. Dafür dürft ihr bekannte Automarken wie Honda, VW, Mitsubishi, Pegeuot bis zum Umfallen tunen. Zudem verpasst ihr eurem "Ein und alles" noch ein individuelles Aussehen nach eurem Geschmack. Die Grafik haut einen um und der Geschwindigkeitsrausch erledigt den Rest. Draft- sowie Driftrennen sind eine willkommene Abwechslung und machen zudem riesig Spaß. Leider tut sich in Sachen Abwechslung, was das Streckendesign angeht, nicht viel. Nur ein einziges Stadtszenario erwartet euch, in dem sich nur die Abschnitte ändern. So dürft ihr gefahrene Strecken des Öfteren einfach mal in die entgegengesetzte Richtung fahren oder der Abschnitt wird durch kleinere Streckenänderungen verändert. Alles in allem ist Need for Speed: Underground ein erstklassiger Arcade Racer. Schade nur, dass ich mit meinem Flitzer nicht den anderen Fahrern mittels Live zeigen kann, wer hier den coolsten und schnellsten Schlitten hat. Wer sich den Kauf nicht traut, sollte unbedingt Probespielen!

 Autor:
Carlos Mancebo
Testbericht
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Leserwertung:
9.4