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Ninja Gaiden

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Harte Moves
Doch auch ohne Ninpo-Kräfte könnte man schon auf ein reichhaltiges Arsenal an Angriffen blicken. Mit X und Y kann man per Nahkampfwaffe für deftige Blutspritzer sorgen, während mit B die Projectile Weapons (Ninja Sterne, Bogen etc.) zum Zuge kommen. Im Menü lassen sich die Befehle für bereits erlernte Angriffe nachschauen. Dabei handelt es sich um Kombinationen, die teils schon fast an reine Beat'em Ups erinnern. Mit diesen Spezialmoves kann man sich von Wänden abstoßen, in die Luft wirbeln und den Gegner dort weichkloppen oder seinem Gegenüber gleich das Haupt entfernen. In der europäischen Version wird man davon aber nichts sehen können, während das Blut weiterhin vorhanden sein soll. Prüfen konnten wir dies allerdings nicht, da uns nicht die deutsche Version zum Test zur Verfügung stand.

Hartes Schwert
Die Steuerung geht sehr zügig von der Hand, sodass man sich schnell ins Getümmel stürzen kann. Mit A springt unser Ninja umher, ist eine Wand in der Nähe, läuft er diese je nach Winkel hoch oder - ähnlich dem guten Prinzen aus Persien - entlang. So erreicht man nicht nur entlegenere Bereiche, kombiniert mit Angriffen ist das oft der einzige Schlüssel zum Erfolg. Mit der linken Schultertaste kann man viele Angriffe der Gegner blocken. Da diese immer in Gruppen auftreten und sich auch nicht scheuen, alle zugleich auf einen einzustürzen, ist es sehr praktisch, dass Ryu automatisch in die Richtung blockt, aus der er angegriffen wird. Das Blocken ist in Ninja Gaiden von höchster Wichtigkeit. Jeder Gegner kann hier praktisch den Tod bedeuten und wenn man da nicht das ein oder andere Mal blockt, ist es schnell um einen geschehen.
Natürlich gibt es aber dennoch einige Angriffe, die selbst das Schwert nicht abhalten kann. Im Nahkampf bekommt man so schnell den Hals aufgeschlitzt. Nervig wird es aber, wenn mit explodierenden Shurikens um sich geworfen wird. Diese bleiben meist an einem haften und ziehen einem bei Explosion ein beträchtliches Stück der Energieleiste ab.

Harte Schale
Daraus wird bereits ersichtlich, dass Ninja Gaiden nicht gerade das leichteste Spiel ist. Um es deutlich zu sagen: es ist teilweise unheimlich hart. Selbst im einfachsten Schwierigkeitsgrad wird man sich schnell an einem der zahlreichen und nicht minder imposant in Szene gesetzten Zwischen- und Endbosse die Zähne ausbeißen. Glücklicherweise sind Energietränke nicht unbezahlbar und auch Speicherstationen trifft man an einigen Stellen eines Levels. Nervig ist nur, dass nach einem Endgegner beziehungsweise am Ende eines Levels nicht automatisch abgespeichert wird. Das heißt also, man muss im darauffolgenden Level so schnell wie möglich einen Speicherpunkt finden. Geht man aber vorher hops, so muss man sogar den Endgegner des vorherigen Levels noch mal besiegen. Sollte einem das einmal passieren, ist Wut vorprogrammiert.
Einsteiger sollten wohl mit nötiger Vorsicht an Ninja Gaiden gehen und zum Üben eventuell erst mal auf einfachere Genrevertreter wie Otogi ausweichen.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
8.4