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Panzer Dragoon Orta

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 Spiel-Infos: Panzer Dragoon Orta
Panzer Dragoon Orta Boxart Name: Panzer Dragoon Orta (PAL)
Entwickler: Sega Smilebit
Publisher: Atari
Erhältlich seit: 20. März 2003
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1
Features:
DD 5.1

1995 – dies war das Jahr, in dem SEGA’s Team Andromeda mit „Panzer Dragoon“ den blauen Drachen inklusive Helden zum ersten Mal in die Lüfte und über den Saturn zu den Spielern brachte. Da man zu diesem Zeitpunkt noch am Anfang der 3D- Grafik stand, war dieser Titel ein wahres Meisterwerk,  obgleich das Railshooter-  Prinzip recht einfach gehalten war. Ein Jahr später erschien bereits der Nachfolgetitel „Panzer Dragoon Zwei“, welcher spielerisch und grafisch einige Verbesserungen mit sich brachte. 1998 folgte schließlich das RPG „Panzer Dragoon Saga“, welches das letzte Meisterwerk des Teams Andromeda darstellen sollte. Nun hebt in „Panzer Dragoon Orta“ zum vierten Male ein Drache vom Boden ab, und das beeindruckender als jemals zuvor.

Action inklusive Story
Wer die Vorgängertitel kennt, wird wissen, dass es sich nie um ein stupides Ballerspiel handelte. Schon die Vorgänger waren mit Zwischensequenzen gespickt, welche die Hintergrundgeschichte vorantrieben. Dies ist im aktuellen Titel ebenso der Fall. Ein aufwändiges Intro führt den Spieler in die Geschichte ein: In einer Welt, die von allerlei skurrilen Lebewesen bevölkert wird, hat ein mächtiges Imperium die Herrschaft an sich gerissen, welches mit grausamer Hand regiert. Die Unterdrückung bekommt auch ein Mädchen namens Orta zu spüren, das seit dem Beginn ihres Lebens gefangen gehalten wird. In einer schicksalhaften Nacht greifen Drachen die Stadt an und versuchen, Orta zu töten. Ein weiterer Drache kommt jedoch zu ihrer Rettung herbei und kann das Mädchen im letzten Augenblick vor dem sicheren Tod bewahren.
Zu Beginn weiß der Spieler über das „Warum“ genauso wenig bescheid wie die Heldin selbst. Eben dies ist ein markantes, typisch japanisches Merkmal, das auch in vielen Animes wiederzufinden ist; der Zuschauer bzw. der Spieler wird erst mit der Zeit in dutzenden Ingame- und Zwischensequenzen über die abstrus wirkenden Umstände aufgeklärt.

Alles rail, oder was?

Schon bereits im ersten der zehn Levels wird klar: Rätsel oder Puzzles wird man hier wohl vergeblich suchen. Handfeste Action bestimmen das Geschehen, und viele Gegner plus einen Stage- Boss gilt es abzuwehren. Gespielt wird in der 3rd- Person- Perspektive. Dabei kann man jedoch nicht in jede x- beliebige Richtung fliegen, sondern bewegt sich auf einem vorgegebenen Weg konstant vorwärts, während man mit der Zerlegung der Gegner beschäftigt ist. Das ganze Prinzip hört sich zu simpel an? Ist es aber nicht. Smilebit hat es geschafft, mehr aus dem dröge klingenden Vorgang zu machen. Zum einen bewegt sich der Drache nicht nur starr geradeaus. Der Spieler hat eine –wenn auch begrenzte- Steuermöglichkeit; so kann er den Drachen leicht nach oben ziehen, nach unten absenken oder nach links und rechts gleiten. Dieser Bewegungsspielraum ist wichtig, um feindlichen Angriffen oder Hindernissen auszuweichen. Durch diesen Spielraum wird es allerdings nicht ermöglicht, komplett aus dem Bild zu flüchten. Jedoch kann man an einigen Weggabelungen zwischen den zwei Wegen wählen.
Auch auf die Fluggeschwindigkeit kann man zeitweise durch Beschleunigen oder Abbremsen Einfluss nehmen. Der richtige Einsatz des Abbremsen und Beschleunigen ist vor allem bei Bosskämpfen von enormen, taktischen Vorteil, da man sich oftmals um den Gegner herum bewegen kann. Zu guter letzt gibt es noch die 360° - Rundumsicht, die es erlaubt, auch Gegner, die von hinten oder von der Seite auf die Heldin samt Reittier zustürmen, ins Visier zu nehmen. Der Nachteil dabei ist, dass für diesen Moment die Lenkkontrolle über den Drachen aussetzt und man dem feindlichen Feuer ausgeliefert ist, sofern man die Gegner nicht rechtzeitig ausschaltet.

 Autor:
Benjamin Schneider
Testbericht
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Leserwertung:
8.8