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Prince of Persia: Warrior Within

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 Spiel-Infos: Prince of Persia: Warrior Within
Prince of Persia: Warrior Within Boxart Name: Prince of Persia: Warrior Within ()
Entwickler: TBA
Publisher: Ubisoft
Erhältlich seit: 02. Dezember 2004
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1
Features:
Digital, 16:9, Xbox Live
Trotz verdammt hübscher Grafik und hervorragender Spielbarkeit, war es Prince of Persia im letzten Jahr nicht vergönnt, die Herzen der Spieler zu erobern. Von der Ablehnung wenig beeindruckt, zeigte Ubisoft ein Ohr für die Spielergemeinde und kündigte bald einen Nachfolger mit komplett anderem Erscheinungsbild an. Böser, dunkler, erwachsener hieß es nun. – Ein Unterfangen, an dem zuletzt fast die Jak- and Daxter-Reihe scheiterte. Ob es dem persischen Prinzen besser ergeht?
 
Wer auch immer den Sand befreit, muss sterben
Unser Prinz aus Persien hatte es nie leicht im Leben. Ohne einen Namen aufgewachsen, öffnete er im jugendlichen Leichtsinn auf einem Beutezug gegen den Maharadscha von Indien eine golden schimmernde Sanduhr. In ihr der Sand der Zeit, der die Streitmacht seines Vaters in grauenvolle Kreaturen verwandelte. Nach einigen Stunden Spielzeit konnte er zwar den Sand wieder sicher verschließen, doch hatte der Dahaka, Wächter der Zeit, bereits seine Spur aufgenommen. Seine einzige Chance, dem Dahaka zu entkommen, sieht der Prinz darin, die Entstehung des Sandes selbst zu verhindern und das kann nur auf der Insel der Zeit geschehen, der Geburtsstätte des Sandes.
Die neue Location passt mit ihrem dunklen Flair samt furchteinflößender Kreaturen wunderbar zum neuen Image des Prinzen, dem die vielen Jahre der Flucht deutlich anzusehen sind. So hat er nicht nur den gleichzeitigen Umgang mit zwei Waffen gelernt, sondern versteht sich neuerdings auch hervorragend auf das möglichst blutige Töten seiner Widersacher. Blood sells, heißt es ja – oder zumindest so ähnlich.
 
Mehr Action, bitteschön!
Prince of Persia schuf nicht zuletzt mit seinen ausufernden Kraxeleien in und an gigantischen, architektonisch einmaligen Bauwerken ein wunderschönes Spielerlebnis, dessen Fluss nur durch die mitunter sehr eintönigen Kampfeinlagen gestört wurde. Auf der Liste sinnvoller Verbesserungen waren zwei Punkte somit schnell gefunden: Sprung- und Kampfeinlagen sollten künftig fließend ineinander übergehen, während die Kämpfe an sich mehr Dynamik und Abwechslung bieten sollten.
Beides war fix verwirklicht. Von nun an warten nicht nur zu Beginn und am Ende fallengespickter Gänge oder größerer Klettereinlagen feindliche Einheiten auf euch, sondern auch zwischendrin! Dies hat zum Vorteil, dass ihr eure Feinde mit etwas Geschick sehr leicht in den nächst besten Abgrund oder die nebenstehende Falle befördern könnt. Damit einher geht aber leider die Tatsache, dass Kämpfe gegen mehrere Feinde oft auf sehr engem Raum ausgefochten werden. Dabei zeigt die halbautomatische Steuerung ihre ganzen Schwächen.
Denn erneut vollführt der Prinz je nach Situation bei ein und derselben Eingabe gänzlich unterschiedliche Aktionen. Ob ihr zuschlagt, euch von der Wand abstoßt oder an einer Säule umherschwingt, entscheidet der Prinz nach Gutdünken. Bei den Kämpfen sorgt das „Free-Form-Fighting-System“ für frischen Wind, lässt Auseinandersetzung mit zahlreichen Kampfcombos verdammt stilvoll aussehen, will dem „echten“ Spielerherz dennoch nicht gefallen. Zu oft landet ihr dank kunstvoller Akrobatik im Abgrund, springt blöd vor dem Gegner hoch und runter anstatt ihn zu übersteigen, und falls ihr dann doch einmal über den Gegner springen dürft, sucht sich die Zielautomatik natürlich den Kameraden aus, bei dem es nicht funktioniert. Ansonsten führen wie schon im Vorgänger stets dieselben Moves zum besten Ergebnis. Schade.
 Autor:
Lars Hilbig
Testbericht
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Leserwertung:
8.8