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Project Gotham Racing 2

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Leider trüben aber einige Sachen die Optik gewaltig. So begleitet euch das ganze Spiel über ein sehr nerviges Kantenflimmern, was vor allem bei den Richtungstafeln auffällt. Durch das geflimmerte und pixelige Erscheinen der Tafeln ist es oft erst einige Meter vor der Kurve auszumachen, ob es sich um eine Links- oder Rechts-Kurve handelt und dann ist es meist zu spät. Kurioserweise hat sich aber etwas seltsames in das Spiel eingeschlichen. An einigen Stellen des Spiel besitzen die Kurven "Curbs" (Die rot/weiß gestreiften Dinger, die es auch in der Formel1 gibt). Diese werden aber nur ca. fünf Meter vor eurem Auto angezeigt, der Rest poppt beim Weiterfahren aus dem Nichts auf. Dies fällt zwar nicht sehr negativ auf, macht sich jedoch in der ein oder anderen Kurve bemerkbar. Kommen wir weiter zum Thema Schadensmodel, denn auch hier gibt es sowohl positive als auch negative Punkte.Wenn ihr mit eurem Fahrzeug gegen die Bande oder ein gegnerisches Fahrzeug fahrt, erhält euer Wagen Schäden. Je nach Geschwindigkeit und Einschlagswinkel verbeutelt sich euer Auto und sieht am Ende des Rennens schon einmal relativ mitgenommen aus. Hier beschränkt es sich aber leider nur auf Beulen, denn ein Zerlegen des ganzen Fahrzeugs ist nicht möglich. Selbst ein Crash mit 250km/h gegen eine Bande führt nur zu leichten Beulen in der Front und bringt maximal den Verlust des Kennzeichens mit sich. Abfallende Motorhauben, Kofferraumhauben, Türen, Verkleidungen oder Reifen sucht man vergebens. Dies hat aber nicht nur optischen Einfluss auf das Spiel sondern auch einen spielerischen. Denn egal, wie stark ihr euren Wagen auch probiert zu demolieren, weder auf die Steuerung noch auf den Top-Speed hat dies irgendwelche Auswirkungen. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Geisterstädte. Publikum oder Interaktionen in der Umgebung sucht man vergebens, die Städte werken leer und tot. Dies hätte man ohne Zweifel schöner hinbekommen können. Vor allem da das Spiel nur mit 30fps läuft, sollte auch genug Rechenleistung für diese Art Schnickschnack sein.

Hatchimahatchi?
Wie es mittlerweile üblich ist bei solchen Spielen, werdet ihr nicht mehr nur von einfacher Hintergrundmusik begleitet, sondern besitzt ein Autoradio mit verschiedenen Sendern. Da ihr aber immer nur die lokalen Sender rein bekommt, wird die Mehrheit der Spieler nicht viel verstehen, denn meistens fahrt ihr in Russland oder Japan. Auf den Sendern laufen aber natürlich nicht nur Moderationen, sondern auch Musik. Diese ist überaus typisch gehalten und passt mit ihrem rockigen Pop perfekt in ein Rennspiel. Aber auch hier hat es Microsoft nicht einfach bei Standardkost belassen, sondern geht den gleichen Weg wie Electronic Arts in ihren Spielen. Microsoft hat sich die Rechte an einigen namhaften Musikstücke von bekannten Künstlern gesichert, die euch nicht nur im Spiel begleiten, sondern auch noch als eigene Soundtrack CD in die Läden kommen wird. Wer sich mit der Musik jedoch nicht anfreunden kann, hat auch noch die Möglichkeit, seine eigene Musik von der Festplatte zu laden. Bei den Soundeffekten wurde auch nicht gespart und so hören sich die Autos an wie Autos und selbst so kleine Details wie Fehlzündungen hören sich überaus realistisch an.

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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Leserwertung:
9.0