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RalliSport Challenge 2

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Leichtes Vorgehen
Wie bereits erwähnt, teilt sich die Karriere in vier Meisterschaften auf. In jeder gibt es unterschiedlich viele Events zu bestreiten, um Punkte für die Karriere zu sammeln. Der Gewinner eines Rennens erhält 20 Punkte. Für Anfänger hat man den Einstieg relativ einfach gewählt, beinahe schon zu einfach. So sind die ersten zwei Meisterschaften (Amateur und Profi) locker zu gewinnen, ohne dass es großes fahrerisches Geschick benötigt. Erfahrene Rennprofis werden gewiss kein Problem damit haben, in diesen Meisterschaften beinahe jedes Rennen auf Anhieb zu gewinnen. Erst gegen Mitte des Spiels (Meister und Superrallye, hier warten nur Rallye-Fahrten auf einen) steigt der Schwierigkeitsgrad, sodass man sich erst mal daran zu gewöhnen hat, nicht in jeder Wertung an der Spitze zu liegen. Durch den Baumaufbau der Events ist es einem zudem meist möglich, auf alternative Rennen zurückzugreifen, falls man einmal irgendwo nicht voran kommen sollte. Auch das Freischalten von Autos oder Strecken hängt nur vom Absolvieren eines Rennens ab, nicht dem Gewinnen.
Auch wenn das Spiel relativ stressfrei zu spielen ist, heißt das aber nicht, dass es zu einfach ist. Wer alle Rennen gewinnen will, muss natürlich immer noch hart dafür arbeiten. Anfänger sollten aber definitiv nicht abgeschreckt werden, denn weiter kommt man immer.

Wer bremst, gewinnt?
Wichtigstes Element eines guten Rennspiels ist eine feinfühlige Steuerung, die einem gleich ins Blut übergeht. Das ist auch so ziemlich die Definition für die Steuerung in RSC2. Sie ist nun direkter und verzeiht einem schon mal den ein oder anderen leichten Fehler - zumindest solange man nicht in den engen Schneepisten Schwedens oder nahe eines Abgrundes unterwegs ist... Man spürt auch sofort, wenn man auf einem anderen Untergrund unterwegs ist. Die Wahl der richtigen Reifen vor dem Rennen ist also entscheidend.
Besonders auf Schotter und Schlamm kann das Driftverhalten überzeugen. Mit leichtem Antippen auf A kann man die Handbremse anziehen und sein Vehikel in die Kurve legen. Die Steuerung hat man sehr schnell verinnerlicht, da sie erstens auf überflüssige Komplexität verzichtet und zweitens einfach auch sehr gut funktioniert. Wer mit Vollgas in eine Kurve geht, hat keine Chance, doch sollte man auch nicht die ganze Zeit auf der Bremse stehen. Tipps für richtiges Verhalten in Kurven und wie man beispielsweise ein Ausbrechen des Fahrzeuges vermeiden kann, wird einem teilweise im Ladescreen erklärt.

Fünf Ansichten stehen dem Piloten während eines Rennens zur Verfügung. Neben zwei Außenansichten, wo bei der einen die Kamera bei Drifts und Kurven weniger mitschwenkt, darf man sich auch über drei Front- und Innenansichten freuen. Während die Stoßstangen- und Motorhaubenperspektive noch sehr gängig sind, können sich all jene, die schon bei Colin McRae Rally 04 die Cockpit-Ansicht favorisiert haben, auf eine sehr anspruchsvolle Innenansicht freuen. Hier rüttelt es den Spieler wie im echten Wagen durch. Verengte Sicht, Dreck auf der Windschutzscheibe und animierte Scheibenwischer erfreuen Realisten.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
9.8