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RalliSport Challenge 2

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Streckenvielfalt
An Strecken bietet Rallisport Challenge 2 eine sehr hohe Abwechslung. Dies kommt auch dadurch zustande, dass Events meist Rennen in mehreren Ländern bieten und nicht beispielsweise vier hintereinander in England. Es gibt Strecken unter anderem an den palmenbewachsenen Küsten Monte Carlos oder durch Englands herbstliche Waldlandschaften. Des weiteren darf man Wüstenpisten in den USA unsicher machen oder Schweden einen obligatorischen Besuch im Schnee abstatten. Die Streckenlänge reicht dabei von 1-2 km bei Gelände-Rallyes bis hin zu ganzen 20 km eines normalen Rallye-Events. Hier ist man dann schon mal ein paar Minuten länger unterwegs.
Sämtliche Gebiete durchleben während des Spiels so ziemlich alle Stufen des Wetters. Anfangs noch häufig bei fröhlichem Sonnenschein und guter Sicht unterwegs, wird man später immer öfter mit dichtem Nebel, Regen, Schnee und meist sehr anspruchsvollen Nachtfahrten konfrontiert. Allerdings verändert sich das Wetter während eines Rennens nicht.
Einziges Manko an den Kursen ist, dass sie nach Ländern sortiert in einem Gebiet angesiedelt sind. So kommt es dazu, dass sie sich oft bekannten Streckenabschnitten bedienen und diese nur in anderer Reihenfolge und Zusammensetzung zu befahren sind. So verlieren die Strecken ein wenig ihren Wiedererkennungscharakter. Man weiß zwar stets, in welchem Land man gerade fährt, wirklich auseinanderhalten kann man die Strecken aber kaum.

Schraub am Auto
Spätestens seit Need for Speed: Underground stehen Rennspiel-Anhänger auf das Tuning ihrer Autos. Bei Rallisport Challenge 2 bleibt man davon größtenteils "verschont". Vor jedem Rennen kann man an seinem Auto gewohnte Einstellungen vornehmen, also Details an der Federung, Aufhängung, Schaltung, Getriebe oder der Lenkung verändern. Wer davon aber keine Ahnung hat oder keine Lust verspürt, die Auto-Eigenschaften jedes Mal zu verändern, braucht sich auch keine Sorgen machen. Mit den Standard-Einstellungen kommt man auch immer bestens ins Ziel. Selbst die Wahl der Reifen übernimmt das Spiel für einen, sodass höchstens Kontrollblicke während des Ladens der Strecke nötig sind.

Fakten, Fakten, Fakten
Ich habe bereits erwähnt, dass der Einstieg in RSC2 recht schnell gemacht ist und auch die vier Meisterschaften der Karriere zu beenden ist keine übermenschliche Herausforderung. Das heißt aber nicht, dass das Spiel schnell in der Ecke liegen wird. Insgesamt sind etwa 1700 Kilometer zu fahren, um die Karriere zu beenden. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp über 110 Km/h macht das also eine Nettospielzeit von ca. 15-16 Stunden und das ist auch ungefähr die Durchspielzeit. Allerdings ist zu beachten, dass man für jedes Fahrzeug insgesamt vier Lackierungen frei spielen kann. Hierzu muss mit dem jeweiligen Vehikel eine Gesamtstrecke von 400 km zurückgelegt werden. Wer ist gut in Mathe? Genau, um alles frei zu schalten müssten knapp 17'200 Kilometer gefahren werden - läppische 156 Stunden Fahrzeit.
Gezwungen fühlt man sich aber zu keiner Zeit, denn eine Runde RSC2 ist immer drin. Oft denkt man sich "Ach, das eine Rennen noch" und knappe 100 Kilometer später ist dann vielleicht wirklich die Konsole aus.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
9.8