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RalliSport Challenge 2

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Grafikqualitäten
Grafisch kann RSC2 leider nicht ganz überzeugen... Okay, genug der Scherze. Man muss wohl zugestehen, dass es eines der schönsten, wenn nicht das schönste Rennspiel auf dem Markt ist. Die Automodelle können voll überzeugen , auch Texturqualität und Staubeffekte sind von guter Qualität. Was aber noch viel wichtiger ist: Die Framerate bleibt stets konstant, auch bei mehreren Fahrzeugen zugleich. Allerdings geht dies teilweise auf Kosten der Weitsicht. Diese ist zwar immer sehr hoch, aber dennoch sind hin und wieder leichte Pop Ups zu erkennen. Diese erspäht man aber meist nur, wenn man auch darauf achtet.
Besonders überzeugen können die Wettereffekte. Bei Regen wird einem die Sicht durch zahlreiche Wassertropfen auf dem Bildschirm verschlechtert, während einem bei Sonne selbige ihre nervigen Strahlen ins Auge wirft. Bump Mapping auf den Straßen sowie Pfützen, in denen sich die Umgebung spiegelt, lassen das Sabberlatz des Spielers durchnässen.
Bei all der Schönheit sei noch ein kleiner Makel erwähnt: Die Spiegelungen auf der Motorhaube ploppen teilweise ein wenig auf... Jaja, ich suche die Fehler!

Nein, ich bin noch nicht mit der Grafik fertig. Es fehlt nämlich noch, dass das Schadensmodell der Autos wesentlich ausgereifter als noch im Vorgänger ist. Neben zerberstenden Scheiben wackeln nun auch gerne Teile der Karosserie bei zu heftiger Fahrweise. Selbige wird natürlich auch schmutzig bei Fahrten durch Schotter und Schlamm. Meistens haben Schäden keine Auswirkungen auf das Fahrverhalten des Autos. Bei rabiatem Vorgehen kann es aber dazu kommen, dass einem ein Rad flöten geht, was dann natürlich schon unangenehm ist. Ärgerlich ist es auch, wenn man während einer Nachtfahrt frontal gegen einen Baum prallt und sich so die Frontscheinwerfer ruiniert. Allerdings ist das Kollisionsverhalten hin und wieder etwas komisch. Es sieht einfach nicht gerade realistisch aus, wenn man mit knappen 200 km/h in die Kurve düst und dort mit einem einfachen "Plopp" an einem alten Lattenzaun hängen bleibt. Einzelne Stangen oder Straßenschilder kann man mit der richtigen Geschwindigkeit aber schon umnieten.
Der Actionanspruch von RSC2 zeigt sich aber auch hier. Reparaturen nach den Rennen sind nicht nötig, sodass man sich sein Gefährt in der letzten Kurve beruhigt zu Schrott fahren darf. Insgesamt gesehen ist das Schadensmodell sehr nett, Referenz bleibt aber weiterhin das von Colin McRae Rally 04.

Sound
Weniger Jubellieder bekommen die Entwickler beim Sound spendiert. Sicher, die Motorengeräusche sind sehr gut und auch der deutsche Beifahrer geht einem nicht auf den Nerv. Allerdings ist der Soundtrack eher spärlich ausgefallen. Dieser dudelt, anders als bei der Konkurrenz, auch während eines Rennens aus den Boxen. Neben einigen ganz netten Rockstücken wird einem aber ansonsten nur durchschnittlicher "Trash-Techno" mit leichtem Stich ins Rockige geboten. Auf lizenzierte Tracks namhafter Künstler muss man nicht hoffen. Wer tatsächlich echte, gekaufte CDs besitzt, kann diese aber auf die Festplatte schieben und sich davon bedudeln lassen, von daher ist der schwache Soundtrack kein großer Kritikpunkt.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
9.8