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SC: Pandora Tomorrow

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Grafisch und soundtechnisch darf man auch keine Revolution erwarten. Zwar sieht das Spiel im allgemeinen etwas besser aus, jedoch hatte schon der Vorgang ein, fast nicht übertreffbares, hohes Niveau. Was Spielern des Vorgängers sofort auffallen wird, ist der gesenkte Schwierigkeitsgrad. So gab es beim ersten Teil Unmengen an Klagen über einige unfaire Passagen. Diese sind in Splinter Cell: Pandora Tomorrow vollkommen gewichen. Das ganze Spiel ist sehr fair designt und selbst die schwierigsten Passagen sind nach ein paar Versuchen zu meistern. Der negative Aspekt bei der ganzen Sache ist jedoch der geringe Umfang. Dadurch, dass man recht zügig durch die Levels marschieren kann, sieht man das Ende schon nach guten 10-12 Stunden. Große Zwischengegner, wie bei Metal Gear Solid, sucht man vergebens und auch ein echter "Endkampf" ist nicht vorhanden.

Die Spezial-Agent-Ausbildung
Der kleine Sam Fisher ist so gelenkig wie im Vorgänger. Es sind wieder alle Bewegungsaktionen aus dem ersten Teil vorhanden, welche über einfaches Hangeln und Rollen, bis hin zu Doppel-Sprung Einlagen an Wänden gehen. Auch die Ausstattung kann sich wieder sehen lassen. Neben einem Wärmesensor ist auch wieder das Nachtsicht-Gerät im Einsatz, welches euch die ein oder andere Passage erleichtert. Bei der Waffenvielfalt hat sich auch nicht viel getan. Neben der Pistole besitzt ihr nur noch ein Sturmgewehr, welches aber mit Aufsätzen erweitert werden kann. So können Fans von Ringgeschossen die Gegner in die Welt der Träume schicken und auch die Elektroschock-Munition ist erneut mit von der Partie. Wenn es darum geht, mehrere Gegner auszuschalten, hat Sam auch ein ansehnliches Waffenarsenal. Gas-, Rauch-, Blend- oder gar Splittergranaten könnt ihr einsetzen. Neues ist hier aber leider nicht dazugekommen.
Dagegen sind die Schauplätze wieder so schön wie immer. Ihr bereist mit Sam Fisher verschiedene Länder und das Spiel fängt wunderbar die Atmosphäre von Indonesien, Los Angeles oder Jerusalem ein. Allgemein sind die Level sehr linear aufgebaut und es werden einem selten Alternativwege geboten. Ein weiterer Negativpunkt ist das starke Scripting. Das Spiel reagiert fast 0 auf den Spieler und lässt leider ein gescriptetes Ereignis nach dem anderen ablaufen, was sehr schade ist.

Technisch eine Weiterentwicklung
Grafisch hat sich, wie angesprochen, nicht sehr viel getan. Hier und da wurden ein paar bessere Texturen genommen und auch die Schatten wurden nachgebessert, jedoch liegt das Gesamtbild nur knapp über dem Niveau des Vorgängers. Das Spiel kann vor allem durch die Lichteffekte beeindrucken, auch wenn gelegentliche Ruckeleinlagen den Gesamteindruck trüben. Ebenfalls fällt das Tearing negativ ins Auge. Bei schnellen und ruckartigen Bewegungen hinkt der Bildaufbau ein wenig nach. Dadurch entsteht ein Verzerren des Bildes, was dem ein oder anderen Spieler störend auffallen kann.

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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