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SC: Pandora Tomorrow

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Beim Sound gibt es nicht viel zu meckern, der 5.1 Sound kommt klar aus den Boxen und lässt keine Kritik zu. Die Sprachausgabe wurde vollkommen ins Deutsche übersetzt und die Stimmen wirken akzeptabel. Die Übersetzung des Spieles ist aber relativ schlampig vorgenommen. Einige Übersetzungspatzer im Hauptmenü kann man noch verkraften, fehlende Missionsbeschreibung sind aber nicht akzeptabel. Hier hat Ubisoft leider gepennt, obwohl es Konkurrenzspiele aus dem gleichen Haus besser machen.

Der Multiplayer-Modus
Multiplayer bei einem Stealth-Spiel? Und dann auch noch online? Hier wurden sehr viele skeptisch. So war es doch nur schwer vorstellbar, wie man dieses Genre im Multiplayer umsetzen soll. Splinter Cell: Pandora Tomorrow schafft es aber wunderbar. Es treten zwei Teams mit jeweils zwei Spielern gegeneinander an. Das eine Team übernimmt die Rolle der Spione, die andere Gruppe spielt die Söldner. Der Clou daran sind die jeweiligen Perspektiven. So schleichen sich die Spione in der üblichen Sam Fisher Third-Person-Perspektive durch die Gegend, die Söldner jedoch müssen mit einer Ego-Ansicht vorlieb nehmen. Dies erlaubt den Spionen zum Beispiel, unbemerkt hinter dem Rücken der Söldner zu agieren.
Der Sinn im Spiel ist eigentlich recht einfach: Die Spione müssen in ein Gebäude eindringen und bestimmte Virencontainer entschärfen. Damit es den Spionen nicht zu einfach gemacht wird, ist das ganze Gebäude mit Alarmanlagen gespickt. So werden die Söldner über (fast) jede Aktivität der Spione unterrichtet. Ein weiterer Clou ist das unterschiedliche Inventar der Gruppierungen. Sind die Söldner bis unter die Zähne bewaffnet, müssen sich die Spione mit defensiven Waffen begnügen. So ist es fast unmöglich, als Spion einen Söldner unschädlich zu machen, da nur ein Nahkampfangriff den erwünschten Erfolg bringt. Der Online-Modus bringt unheimlich viel Spaß und gehört zu einem der besten im Xbox-Live-Netzwerk. Leider fehlt eine Sortierung nach Sprachen und so ist es ein großes Glücksspiel, andere Deutsche zu treffen.

Fazit
Wer den ersten Teil mochte, wird den zweiten lieben. Zwar sind alle Änderungen nur sehr geringfügig und es gibt nichts wirklich Neues, dafür knüpft Pandora Tomorrow nahtlos an das grandiose Gameplay des ersten Teils an. Die sehr kurze Spielzeit im Singleplayer-Modus ist zwar schade, jedoch entschädigt der sehr gute Online-Modus diesen Patzer. Eigentlich kann man nur sagen: Ein absoluter Must-Have für die Xbox, auch für Leute, die den ersten Teil zu schwer fanden.

 Autor:
Mathias Schult
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