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Soul Calibur 2

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 Spiel-Infos: Soul Calibur 2
Soul Calibur II Boxart Name: Soul Calibur 2 (PAL)
Entwickler: Electronic Arts
Publisher:
Erhältlich seit: 24. September 2003
Genre: Beat 'em Up
Spieler: 1-2
Features:
DD5.1
Soul Calibur, wer kennt es nicht? Auf der Dreamcast erschien der Titel 1999 und damit schaffte die "Soul-Serie" ihren Durchbruch, denn der erste Teil der Serie konnte nur mäßigen Erfolg erreichen. Als die ersten 3D Beat 'em Ups ihren Feldzug in die Zimmer der Videospieler führten, scheiterte es oft an den kleinen Kinderkrankheiten. Man kann wohl ohne auf Gegenstimmen zu treffen sagen, dass Soul Calibur das erste 3D Beat 'em Up war, das an die Qualität der alten 2D Teile anschließen konnte. Nicht ohne Grund wurde Soul Calibur über drei Millionen mal auf der Dreamcast verkauft.

Der Kampf um das Schwert
Früher hatten die Prügelspiele noch einfache und leicht verdauliche Story, so haben Ken, Ryu und co. in Streetfighter noch alleine um Macht und Ehre gekämpft und auch die Recken aus Mortal Kombat kämpften eigentlich nur, ja warum eigentlich? Eigentlich war die Story in solchen Spielen nur dazu gedacht, um das gewaltverherrlichende Genre zu verteidigen. Hier macht auch Soul Calibur 2 keine Ausnahme, obwohl Namco sich mit der Story Mühe gegeben hat. Das Endziel der Kämpfer ist das Finden vom legendären Schwert "Soul Edge", welches dem Besitzer unvorstellbare Kräfte verleiht. Diese leichte Story ist mit viel BlaBla und Pipapo aufgepusht und begleitet euch das ganze Spiel über im Story-Modus. Leider hat es Namco nicht für nötig befunden, dieses mit Zwischensequenzen oder gar Sprachausgabe zu unterlegen und so werden euch Unmengen an Seiten voller Text eingeblendet. Das Lesen von diesen Texten dauert meist länger als der Kampf, der darauf folgt. Im Endeffekt geht es eh nur darum, seinen Gegner krankenhausreif zu schlagen. Dafür bietet euch der Waffenmeister-Modus (so wird der Story-Modus genannt) einen sehr abwechslungsreichen Singleplayer-Modus. Das Ziel ist zwar immer das Bezwingen vom Gegner, jedoch oft unter erschwerten Bedingungen. So seht ihr ab und zu nur die Waffe vom Gegner, werdet an den Rand gezogen oder müsst einfach in einer sehr knappen Zeit alle Gegner besiegen. Aufgewertet wird der Modus damit, dass ihr für jeden Kampf Erfahrungspunkte und Gold erhaltet. Für das Gold könnt ihr euch im Shop neue Waffen oder Kostüme kaufen. Die Erfahrungspunkte lassen euren Charakter in seinem Level aufsteigen, bis ihr das Limit von Level 99 erreicht habt. Der Story Modus ist in verschiedene Kapitel aufgeteilt, die sich noch einmal in verschiedene Missionen einteilen. Eine lange Spielzeit ist hier garantiert.

Buttonsmashen war gestern
Die meisten Prügelspiele überfordern viele Spieler sofort und so findet man häufig sechs oder mehr Tasten, die für die Schläge benötigt werden. Hier geht Soul Calibur 2 einen anderen Weg. Zum Angreifen benötigt das Spiel nur drei verschieden Tasten und zwar horizontal schlagen, vertikal schlagen und treten. Diese Angriffe heben sich mit dem Stein, Schere, Papier Prinzip gegenseitig auf. Mit vertikalen Schlägen könnt ihr horizontale Angriffe abblocken, mit horizontalen Schlägen euren Gegner am Weglaufen hindern und schlußendlich könnt ihr mit einem einfachen Ausweichen den vertikalen Schlägen entgehen. Dieses recht simple Prinzip leistet im Spiel mehr, als es auf dem Papier den Anschein hat. Ein Knopf auf dem Gamepad ist jedoch auch noch besonders wichtig und zwar die L-Taste, mit der ihr Angriffe abblocken könnt. Das Abblocken ist eine recht wichtige Aktion im Spiel, denn damit könnt ihr euch aus der ein oder anderen Gefahrensituation befreien. Die Combos werden wie in den meisten Spielen durch das Zusammenspielen von Controller-Stick und Schlagtasten ausgeführt. Dies kann von einfachen Aktionen wie "Werfen" bis hin zur ultimativen Spezialattacke gehen, die den halben Screen erhellt. Was macht Soul Calibur hier aber nun so besonders? Diese Frage ist recht einfach beantwortet: Die meisten Prügelspiele leben von Sprüngen, Feuerbällen oder Griffen, hier geht Soul Calibur 2 einen völlig anderen Weg.

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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