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Soul Calibur 2

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Das Hauptaugenmerkt in diesem Spiel ist nicht auf den direkten Körperkontakt ausgelegt und so hat (fast) jeder Charakter eine Nahkampf-Waffe spendiert bekommen. Durch diese Waffen setzt sich Soul Calibur 2 weit von der Konkurrenz ab, denn manche Kämpfe haben schon epische Ausmaße. Der zweite Punkt ist das Springen. In vielen Spielen unheimlich wichtig, in Soul Calibur 2 fast unmöglich. Damit ihr springen könnt, müsst ihr erst den Knopf für Blocken drücken und selbst dann führt der Charakter nur einen kleinen Hüpfer aus, ein Angriff aus dem Sprung ist damit fast unmöglich. Ob man diese "Änderung" zu anderen Spielen gut oder schlecht findet, muss jeder selber für sich rausfinden. Einen negativen Punkt muss sich Soul Calibur 2 aber gefallen lassen: Weder in der Anleitung noch in der Ingame Combolist stehen alle Special-Attacken und wer alle Angriffe erfahren möchte, muss sich den Spieleberater kaufen, der extra kostet.

Der Multiplayer
Wirklich Spaß bringen Prügelspiele erst im Multiplayer. Obwohl der Singleplayer-Modus schon unheimlich grandios in Soul Calibur 2 ist, kann der Multiplayer hier noch ein wenig mehr trumpfen. Es gibt kaum Spiele, in denen man zu zweit soviel Spaß haben kann. Einfach mal dem Freund eins auf die Fresse hauen, ohne dass dieser beleidigt ist und wenn beide auch noch weibliche Charakter nehmen, kann das Gegrunze und Gesabber losgehen. Neben dem üblichen 1vs1 Duell bietet Soul Calibur auch noch das bewährte Team Duell. Beide Spieler wählen eine bestimmte Anzahl an Charakteren aus und treten dann mit einem Charakter nach dem anderen gegeneinander an. Diese beiden Modi gibt es auch noch in etlichen verschiedenen Ausführungen und mit einigen Modifikationen an den Arenen. Damit auch Anfänger in diesem Spiel gegen Stärkere antreten können, kann man die Energie des jeweiligen Spielers manipulieren, wodurch Spielstärken leicht ausgeglichen werden können .

Rettet den Regenwald
Es gibt viele Spieler die sagen: "Was interessiert mich ein Handbuch oder die Verpackung, ich würde das Spiel auch in einer Papierhülle kaufen". Daneben gibt es aber noch die, die auf eine schöne Verpackung und ein umfangreiches Handbuch Wert legen. Die Verpackung von Soul Calibur 2 ist ohne Frage recht gut geworden, die Anleitung ist aber leider unter aller Sau. So werdet ihr mit einem 15 seitigen Handbuch abgespeist und das sogar noch in schwarzweiß. Von diesen 15 Seiten gehen weitere sieben Seiten ab, die den Disclaimer, die Credits, die Warnhinweise oder ähnliches beinhalten. Effektiv erklären nur acht Seiten, wie das Spiel funktioniert. Diese Frechheit wird nur noch durch den beigepackten Zettel überboten, der euch anbietet, für 15 Euro den Spieleberater zu kaufen. Dieser Zettel hat übrigens halb soviele Seiten wie das Handbuch und ist in Farbe gedruckt. Ich erwarte ja nicht, dass ein 250 starkes Handbuch beigelegt wird, jedoch ist es schon dreist, einen Werbezettel beizulegen, der in der Produktion sicher teurer als die Anleitung ist.

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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