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Splashdown

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Die Qual der Wahl
Am Anfang jeder Karriere steht die Charakterwahl - Insgesamt gibt es acht verschiedene Fahrer, jeder mit Stärken und Schwächen. Während der eine zwar schnell beschleunigt und ein gutes Handling hat, sprich in Kurven einfach zu steuern ist, so hat der andere eine größere Höchstgeschwindigkeit, aber braucht umso länger um diese zu erreichen. Danach noch Teamnamen, Teamfarbe und den Schwierigkeitsgrad aussuchen. Letzterer setzt auch die Anzahl von Rennen fest die gefahren werden: 12 oder 20.
Der Karrieremodus unterscheidet sich darin vom Arcade-Modus, dass man sich immer erst für ein Rennen qualifizieren muss. Wie in der Formel eins kriegt derjenige mit der besten Zeit auch den vordersten Startplatz usw. Ungefähr alle drei Rennen erwartet euch zu dem eine „Herausforderung“. Hierbei tretet ihr gegen einen anderen Gegner auf einer Hallenstrecke an. Diese zeichnen sich durch viele 90° Kurven und eine enge Streckenführung aus. Gewinnt ihr das Rennen, so könnt ihr ein neues Teammitglied an Bord begrüßen.

Doch nun endlich ab ins erste Rennen - Die Steuerung ist sehr gut gelungen. Am Anfang krebst man noch sehr ungeschickt herum, fliegt öfter auf die Schnauze als ein Hund auf einer Eisfläche und gewinnt erstmal keinen Blumentopf. Doch mit der Zeit kommt auch das gewisse Gefühl für das Gefährt. Spätestens nach dem Durchspielen der Einfachen Meisterschaft hat man sein Sea Doo so unter Kontrolle, dass man gezielt Sprünge ausführt oder unter Hindernissen hinwegtaucht. Es gibt zwei Möglichkeiten einen Sprung zu machen: Entweder man taucht ab, indem man den Ministick nach vorne drückt und dann blitzartig zurückzieht; besonders gut geeignet für plötzlich auftauchende Hindernisse wie Eisschollen oder querliegende Säulen, oder man fährt mit möglichst viel Geschwindigkeit über eine überdimensionale Schanze. Sobald man in der Luft ist kann man verschiedene Stunts ausführen. Hierbei sind der B-Button sowie die beiden Trigger an der Unterseite des Pads belegt. Ansonsten gilt das selbe System wie z.B. bei Tony Hawks: einfach den Trickbutton + eine Richtung betätigen. Für ausgefallenere Tricks muss man beispielsweise beide Schalter gedrückt halten und mit dem Ministick zwei Kreise beschreiben. Solche schweren Stunts bringen aber auch dementsprechend viel. Denn mit solchen Aktionen füllt man die Leistungsanzeige des Motors. Sobald man einen bestimmten kritischen Bereich der Anzeige überschritten hat, beschleunigt das Sea Doo schneller und hat auch eine schnellere Höchstgeschwindigkeit. Ein anderer Weg um die Anzeige zu füllen ist, jede Boje auf der Strecke auf der richtigen Seite zu passieren. Fährt man jedoch auf der falschen Seite vorbei, sinkt die Leistung wieder bzw. ist die Leistung sowieso schon ganz unten, dann stirbt der Motor kurzzeitig ab und man verliert viel Zeit.
Kritisch wird es jedoch trotzdem nicht, denn sogar im höchsten Schwierigkeitsgrad stellen die Computergegner keine wahre Konkurrenz dar. Viel zu oft machen sie Fehler oder behindern sich sogar selbst. Ok, zugegebenermassen hat man anfangs seine liebe Not überhaupt mitzuhalten, aber für geübte Spieler sind die KI-Gegner wirklich keine Herausforderung mehr, was der Langzeitmotivation nicht gerade zu Gute kommt.

Multikulturell...
Splashdown bietet zahlreiche Strecken aus aller Herren Länder. Von Hawaii bis an die Beringsee ist alles vertreten. So fährt man unter Anderem im Schatten der großen Cheopspyramide oder unter den Wurzeln von gigantischen Bäumen im Amazonas. Insgesamt kann man sich sicher in an die 20 Strecken austoben. Die Kombinationen aus Kurven, Hindernissen und Schanzen ist stets sehr eingängig und es macht einfach Spaß immer neue Bestzeiten aufzustellen oder nach neuen Abkürzungen zu suchen. Jedes Level besteht nicht nur aus einer Fahrrinne - nein, oft gibt es mehrere Verzweigungen, von denen die eine zwar länger ist, aber dafür z.B. weniger Kurven hat. Die Strecke ist zudem immer mit kleinen gelben Bojen abgesteckt. Befindet man sich länger als 3 Sekunden außerhalb dieser Begrenzung wird man auf die Strecke zurückgesetzt. Extra für Xbox-Besitzer gibt es zwei völlig neue Orte, an denen es auch endlich richtigen Wellengang gibt. Denn ansonsten ist das Wasser stets Flach und wie gebügelt.

 Autor:
Felix Krupar
Testbericht
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