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Splinter Cell

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In Fleisch und Blut
Neben dieser schon recht umfangreichen Auswahl an Moves wird einem auch noch die Möglichkeit geboten, die Kontrahenten mit den Händen auszuschalten oder sie zur Kooperation zu zwingen. Dazu muss man sich an die jeweilige Zielperson von hinten heranschleichen (dazu die B-Taste drücken) und mit einem Druck auf die Aktionstaste A, die auch dazu dient, Gegenstände aufzunehmen, Türen zu öffnen oder mit Korrespondenten zu reden, in den Schwitzkasten nehmen. Nun kann man den Gegner entweder mit einem Druck auf den rechten Schulterbutton ausknocken oder dazu zwingen, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Zieht man in dieser Stellung die Waffe (X), dient die Person auch noch als menschlicher Schutzschild, während man sich anderer Widersacher erwehrt. Auch wenn all diese Aktionsmöglichkeiten sehr umfangreich sind, geht die Steuerung auch mit dem "normalen" Controller relativ zügig und gut von der Hand und man kann sofort die Moves ausführen, die man möchte. Angst vor einer überladenen Padbelegung ist somit unberechtigt.

Black & White
Die Möglichkeit, seine Kontrahenten auch relativ lautlos mit der Hand niederzustrecken, hat nicht nur den Vorteil, wesentlich sauberer zu sein und cooler zu wirken, man erspart sich auch hin und wieder auftretende Probleme mit der schallgedämpften Handfeuerwaffe. Mit dieser scheint es nämlich in seltenen Fällen Probleme zu geben, in denen man zwar genau gezielt hat, aber das Ziel dennoch verfehlt wurde. Dies tritt nicht nur auf, wenn man unaufmerksame Gegner möglichst schnell per eigentlich tödlichem Schuss ins Haupt ausschalten will und sie dennoch fröhlich auf einen feuern, sondern auch, wenn man eine Lichtquelle beseitigen will. Denn eines sollte man sich beim Spielen von Splinter Cell sofort ins Hirn meißeln: Licht = böse, Schatten = gut. Nicht umsonst wird dem Spieler am Bildschirmrand angezeigt, wie gut er für seine Gegner zu sehen ist. Ein kleiner Balken wandert von links nach rechts, je nachdem, ob und wie weit sich Sam im Schatten oder Licht befindet. Ist der Balken komplett auf der schwarzen Seite, ist man bei Regungslosigkeit nahezu unsichtbar für seine Gegner. Hat man einen Gegner niedergeschlagen, sollte man diesen schleunigst in den Schatten transportieren, damit er nicht von anderen Wachen entdeckt wird.

Dein bester Freund
Genau auf diesen Aspekt baut der gesamte Inhalt von Splinter Cell auf. Die meisten Gebiete der insgesamt neun wirklich umfangreichen Missionen liegen zum großen Teil komplett im Dunkeln. Sollte man jedoch nicht darum herum kommen, beleuchtete Hallen zu betreten, ist stets höchste Vorsicht geboten, denn in so einem Fall wird man schnell entdeckt. Nach einiger Zeit spürt man schon, wie man bereits automatisch immer den nächsten Schatten anvisiert und sich wirklich ungern im hellen Licht der Lampen aufhält. Sobald irgendwo ein Licht zu sehen ist, wird man aufmerksam und versucht dieses so weit wie möglich zu umgehen. Lampen lassen sich aber auch ausschießen. Um dann aber nicht selber im Dunkeln zu tappen, ist der Hauptcharakter mit mehreren Sichthilfen ausgestattet. Mit der Brille mit den markanten drei Lichtpunkten kann man nicht nur in der Dunkelheit sehen, sondern in späteren Missionen auch ein Wärmebild erzeugen. Es gibt wohl kaum ein anderes Spiel, welches man öfter freiwillig in schwarz/weiß spielt, als Splinter Cell.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
6.3