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Splinter Cell

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Vielfalt
Wie bereits erwähnt bietet Splinter Cell neun Missionen, die nicht nur sehr umfangreich, sondern auch abwechslungsreich sind. Sie sind keinesfalls eintönig gestaltet worden und bieten auch massig Gelegenheiten die möglichen Moves in der Praxis anzuwenden. Dabei ist es sehr motivierend, dass man in derselben Situation auch mehrere Möglichkeiten hat, sie zu bewältigen. Schleicht man sich nun lieber von hinten an das Opfer heran, schaltet man es aus der Distanz aus oder hängt man sich unter die Decke und wartet bis die Person unter einem hindurchläuft? Es gibt auch die sehr spaßige Möglichkeit, einen Gegenstand wie etwa eine Dose oder eine Flasche aufzunehmen und wegzuschmeißen. So lassen sich Gegner gerne irritieren und ablenken, was man entweder dazu nutzen kann, unbemerkt hinter ihnen zur Tür hinaus zu verschwinden, oder aber von hinten an sie heranzuschleichen.

Ruhig Blut
Allerdings tritt hier ein weiterer Kritikpunkt am Spiel in Kraft, der viele Gelegenheitsspieler vor dem Spiel abschrecken dürfte. Es ist in späteren Missionen meistens nicht ersichtlich, wie man ein Problem umgehen könnte. Es gibt des öfteren Situationen, in denen man erst mal nicht weiß, wie man am besten weiterkommt, ohne dass Alarm ausgelöst wird. Bis man dann die ideale Lösung gefunden hat, mit der man möglichst keinen Schuss verliert, denn jede Kugel ist zum Ende hin wertvoll, gehen gerne ein paar Leben verloren. Speicherpunkte wurden aber fair gesetzt und folgen meist dann, wenn man eine komplizierte Situation gemeistert hat. Aber Splinter Cell ist keines der Spiele, die man in einem Rutsch durch hat. Einige Levelabschnitte wird man mehr als fünf Mal spielen müssen, um endlich unbemerkt davon zu kommen. Wer sich also nicht mit dem Spiel auseinander setzt und nach dem zweiten Misserfolg gleich aufgibt, der wird nicht über die zweite Mission hinauskommen. Geduld ist eine Tugend...

Der Rucksack ist voll
Die Story des Spiels erfährt man aber nicht nur zwischen den Missionen per Videosequenzen, sondern auch während der Einsätze selbst. Nicht nur, dass der "Arbeitgeber" in ständigem Funkkontakt zu einem steht, man erhält an den zahlreichen Computern der Gegner auch Speicherchips. Diese enthalten neben storywichtigen Elementen auch interessante Informationen über beispielsweise Türcodes oder die Position von bestimmten Kameras.
Eben diese Kameras lassen sich durch gezielte Schüsse oder auch einem Kamerastörsystem ausschalten. Es befinden sich aber noch viele weitere Items im Gepäck von Sam Fisher, die aber nur je nach Einsatz vorhanden sind. Viel genutzt wird der Dietrich zum Öffnen verschlossener Türen oder auch die flexible Optik, die sich unter dem Spalt einer Tür schieben lässt und man so in den nächsten Raum/Gang spähen kann. All diese Items wirken authentisch, da sie auch teilweise bereits verwendet werden.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
6.3