Xbox » Tests » S » SSX3

SSX3

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...

Kommen wir aber zum Spiel selber. Das Hauptmenü erlaubt euch eine Auswahl aus drei Modi: Einzelspieler, Multiplayer und Gipfelstürmer. Der letztere ist vergleichbar mit dem Story-Modus aus anderen Spielen. Als Snowboardgebiete müssen drei Gipfel herhalten, welche nach und nach freigeschaltet werden. Anders als bei anderen Snowboard-Games, sind die Gipfel nicht auf einzelne Strecken abgegrenzt, sondern können frei befahren werden. Das heißt, ihr werdet am höchsten Punkt des Gipfels abgesetzt und könnt so in aller Ruhe den Berg hinunter fahren. Auf dem Weg nach unten werden euch des öfteren Wegweiser begegnen, welche euch zum Beispiel den Weg zum nächsten Rennen zeigen, oder euch direkt zu einem der endlosen Freestyle Plätze befördern. Wer aber keine Zeit oder Lust hat, per Hand die jeweiligen Schauplätze zu suchen, kann per Handy den Transport-Service anrufen und wird dann direkt am Startbereich der jeweiligen Aufgaben abgesetzt. Hier hat EA wirklich etwas Großartiges hinbekommen, denn kein anderes Spiel bietet so eine vergleichbare Strecke. Wenn ihr vom obersten Punkt des Gipfels bis in das Tal fahren wollt, könnt ihr mindestens eine Viertelstunde einplanen. Wer also gefallen daran findet, quer über Gipfel zu brettern, welche (fast) keine Begrenzungen haben, wird etliche Stunden alleine damit verbringen, im Freeride Modus die Berge zu erkunden.

Was issen dat da?
Diese Frage stellt man sich, wenn man das erste Mal die Steuerung antestet. Zwar steuert man wie in fast allen Snowboardspielen mit dem linken Analogstick seinen Charakter und kann wie üblich mit einem Druck nach vorne das Board beschleunigen, jedoch ist die restliche Steuerung ein wenig eigenartig. So bekommt das digitale Steuerkreuz eine immense Bedeutung bei den Tricks. Durch das Gedrückthalten einer Trick-Taste und dem gleichzeitigen Drücken auf dem Steuerkreuz, führt euer Charakter einen bestimmten Trick aus. Seltsam, aber nur eine Frage der Gewöhnung. Beim Thema Springen setzt SSX3 mal wieder auf das Übliche: durch das Gedrückthalten der A-Taste geht euer Charakter in die Hocke und beim Loslassen der gleichen Taste springt euer Charakter in die Luft. Genau hier macht sich auch sehr stark deutlich, dass SSX3 mehr in Richtung Arcade als Simulation geht. Selbst aus einer Sprunghöhe von 20 oder mehr Metern ist es ein Kunststück, seinen Boarder auf die virtuelle Fresse zu befördern. Das Spiel geht sehr tolerant um mit dem Thema "Landung". Hat man bei 1080° noch Tage gebraucht, um das Auge für eine perfekte Landung zu bekommen, ist es bei SSX3 schon von Anfang an möglich, eine nahezu perfekte Landung hinzubekommen. Hier macht sich dann auch der sehr einfache Schwierigkeitsgrad bemerkbar, denn die meisten Aufgaben sind mit einiger Übung zu einfach zu meistern. Nur im späteren Verlauf machen die teilweise hohen Anforderungen ein wenig mehr Mühe. Wer also bei der Amped Serie verbittert sein Gamepad in die Ecke knallt und vor Wut seine Xbox recyceln will, wird mit SSX3 etwas Gutes für sein Herz tun. Hier siedelt sich SSX3 perfekt in der Lücke zwischen harte Simulation (Amped, 1080°) und Arcade-Pur (Transworld Snowboarding) an, denn dieses Spiel vereint beide Spielarten perfekt ineinander.
Wieder Einzug erhalten hat die Adrenalin Anzeige, welche ihr durch waghalsige Tricks auffüllen könnt. Das Adrenalin könnt ihr entweder direkt für einen kurzen Geschwindigkeitsschub einsetzen, oder ihr spart solange, bis eure Anzeige voll ist. Wenn ihr der stolze Besitzer einer vollen Adrenalin-Leiste seid, könnt ihr für eine bestimmte Zeit "Special Tricks" ausführen, die euch besonders viele Punkte bringen.

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-