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Steel Battalion

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Probleme mit der KI
Bei Kämpfen gegen andere Vertical Tanks ist zwar viel, aber auch nicht ausschließlich Druck am Abzug nötig, um zu gewinnen. Wichtig ist es auch, schon vorher zu überlegen, von welchem Punkt aus man den Angriff beginnt. So ist es wie man bereits zu Beginn des Spiels bemerkt strategisch unklug, auf einem Hügel stehende Feinde von unten anzugreifen. Auch kann es nur von Vorteil sein, wenn man nicht frontal auf den Gegner zuläuft, sondern bestenfalls von hinten angreift. Legt man sich aber mit zwei Tanks zugleich an, hat man schon so gut wie verloren. Hat man allerdings erst mal den Feind angelockt, arten die Kämpfe schnell in pures Rumstehen, Ballern und gelegentliches Ausweichen aus. Auch die Feinde verhalten sich besonders zu Beginn nicht sehr intelligent, erst später scheinen sie die Pedale ganz links zu entdecken. Leider gilt dies auch für eigene Mitstreiter, die nicht wirklich eine große Hilfe sind. Sie stellen sich gerne in den Weg, bleiben irgendwo hängen oder werfen einen auch mal ins Wasser, doch natürlich ohne irgendwelchen tückischen Hintergedanken. In so einem Fall spielen alle Anzeigen verrückt, Wasser tritt ins Cockpit ein und man hat nur noch wenige Augenblicke Zeit, den Knopf für den Schleudersitz zu erreichen. Dieser muss auch gedrückt werden, wenn die feindlichen Geschosse den Tank zu sehr beschädigt haben.

Stirb langsam
Dass Steel Battalion sehr auf Simulationsfans gezielt ist, merkt man auch daran, dass man sich vor dem Spielen eine Piloten-Data anlegen muss, in der Name, Geschlecht und Geburtstag gespeichert werden. Man spielt nun mit diesem Piloten, der auch nicht mehr Leben als jeder andere Mensch hat. Dies bedeutet in der Praxis: Schafft man es bei Alarm nicht schnell genug, den unter einer Plastikkappe befindlichen Schleudersitzknopf zu erreichen, stirbt der Pilot auf dem Schlachtfeld. In so einem Fall wird sogleich die komplette Datei gelöscht beziehungsweise zu den im Krieg gefallenen Piloten gelistet. Man hat also das Spiel von vorne zu beginnen. Bereits erledigte Missionen werden aber dennoch gespeichert und können im Menü einzeln angewählt werden.
Doch nicht nur der Tod auf dem Feld ist eine Gefahr für den Spieler, auch wenn keine Punkte mehr zur Verfügung stehen, sich einen neuen Tank zu kaufen, denn den alten verliert man bei Benutzung des Schleudersitzes, ist das Spiel vorbei. Besonders in den ersten Missionen, in denen man noch nicht so gut mit dem 40 Tasten umfassenden Controller umgehen kann, packt einen schon mal der Frust, wenn mal wieder keine Punkte mehr zur Verfügung stehen. Im Laufe des Spiels schafft man es aber, genügend zusammenzusammeln, dass man sich darum kaum noch Gedanken zu machen braucht. Auf Wunsch kann übrigens auch ein Radio gekauft werden, welches den Kampf mit passender, selbst ausgesuchter, Musik hinterlegt.

"This is Oscar 3"
Wie bereits erwähnt, laufen auch meist noch weitere Vertical Tanks neben einem. Diese kann man auch über die Kommunikationsbuttons in der Mitte des Controllers erreichen und so Unterstützung im Kampf oder Supplies anfordern. Diese werden dann mit einem Hubschrauber direkt zu einem geflogen, sodass man auch noch darauf zu achten hat, dass dieser nicht von den Feinden vom Himmel geholt wird. Denn sonst ist er auch bis zum Ende der Mission hin nicht zu erreichen. Hat man die erste Kampagne, sprich die ersten zehn Missionen geschafft, kann man über den vierten und fünften Kommunikationsbutton seinen Kumpanen auch vorher ausgewählte Befehle wie Angriff oder Aufteilung geben.

 Autor:
Tobias Prinz
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