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SW Knights of the old Republic

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Das Level-System
Eure Charaktere unterscheiden sich von Grund auf durch ihre jeweilige Klassen und haben von Natur aus schon Vor- und Nachteile. Für das Erlegen von Monstern oder Lösen von Aufgaben erhalten eure Charaktere Erfahrungspunkte und zwar nicht nur die, die ihr gerade dabei habt, sondern eure ganze Crew levelt gleichmäßig hoch. Ab einer bestimmten Menge an Erfahrungspunkten könnt ihr einen Level-Up ausführen. Bei diesem könnt ihr, je nach Klasse, verschiedene Talente und Attribute verändern. Hier bietet das Spiel eine Unmenge an Möglichkeiten und viele werden sich hier schon überfordert fühlen. Steigert man die Stärke des jeweiligen Charakters weiter, oder verringert man doch lieber die Schwächen, die der Charakter hat? Damit Rollenspiel-Anfänger und Faulpelze hier nicht gänzlich den Verstand verlieren, bietet das Spiel die Möglichkeit an, einen automatischen Levelaufstieg zu machen. Hier nimmt der Computer euch dann die Entscheidung ab, welche Fähigkeiten ihr steigert. Generell wird man am Anfang von den ganzen Menüs buchstäblich erschlagen, zum Glück beschränken sich die Anzeigen von Kotor jedoch auf das Nötigste und so findet man sich schnell zurecht. Auch beim Thema Interface hat BioWare lieber auf das Praktische gesetzt und so werden euch nur wirklich relevante Informationen auf den Bildschirm gebracht, denn wer braucht bitte mehr als eine Health- und eine Machtanzeige?

Der Kampf
Ein wichtiges Element in Kotor ist auch der Kampf, der hier nach den AD&D Regeln abläuft. Der Kampf läuft, wie auch schon bei Baldurs Gate, rundenbasiert ab, jedoch hauptsächlich im Hintergrund. Das Spiel pausiert das Geschehen bei jedem Feindkontakt und ihr bekommt genug Zeit, um euch eine durchschlagskräftige Strategie auszudenken. Aus einer Palette von etlichen Fähigkeiten und Talenten könnt ihr euren Angriff zusammenstellen und bis zu vier von diesen Talenten in eine Warteschleife packen. Nachdem ihr die Pause mit der weißen Taste aufgehoben habt, führt euer Charakter die jeweiligen Aktionen der Reihe nach aus. Das System hört sich jetzt ein wenig langweilig an, jedoch wird es durch die spätere Komplexität und die Steuerung von drei Charakteren gleichzeitig sehr interessant. Durch das geschickte Einsätzen von Handgranaten oder Macht-Fähigkeiten wird der ein oder andere aussichtslose Kampf für sich entschieden. Wie schon angesprochen, begleiten euch im späteren Spiel bis zu zwei weitere Charaktere, die ihr frei aus eurer Crew auswählen könnt. Die restlichen Charaktere warten brav und friedlich im Raumschiff auf ihren Einsatz.

Play the Game
Kommen wir zu dem wirklich wichtigen Thema, dem Gameplay. Leute, die schon bei Burnout oder Resident Evil alle Zwischensequenzen wegdrücken, werden bei Kotor viel zu tun haben. Das Spiel ähnelt einem interaktiven Buch, denn den größten Teil eurer Zeit werdet ihr in Gesprächen mit anderen Charakteren verbringen und probieren, durch geschickte Antworten und Fragen an euer Ziel zu kommen. Das heißt aber natürlich nicht, dass der Kampf zu kurz kommt, jedoch liegt das Hauptaugenmerk bei diesem Spiel auf der Story. Dies spiegelt sich auch in vielen Quests wider, die meistens zwar sehr viel Spaß und Abwechslung bringen, dafür aber auch viel Text bieten. So gibt es des öfteren Aufgaben, in denen ihr einen Mord aufklären müsst, nur durch das Befragen der Zeugen. Diese und ähnliche Aufgaben können schon mal ein oder zwei Stunden dauern und Lesemuffel werden hier auf eine Geduldsprobe gestellt. Spieler, die es aber lieben, tief und langsam in einer Story zu versinken und durch geschickte Logik- und Matheaufgaben ihrem Ziel näher zu kommen, werden mit Kotor das Spiel ihrer Träume finden. Damit das Spiel nicht zu trocken wirkt, haben die Entwickler viele verschiedene Gameplay Elemente in das Spiel gesteckt und es gibt teilweise Abschnitte, die in ein eigenes Spiel passen würden. Egal ob ihr nun Pazaak spielt (Star Wars Blackjack), Swoop Rennen fahrt, auf dem Meeresboden rumlauft oder euch durch das Weltall ballert, Spaß bringt es alles und zwar nicht zu knapp.

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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Leserwertung:
8.9