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SW Knights of the old Republic

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Die Steuerung
Hier gab es wohl die meisten Zweifel an die Fähigkeiten von BioWare… Wie setzt man ein PC-typisches RPG auf einer Konsole ohne Maus um? Zum Glück ist dieser Schritt wunderbar gelungen und man findet sich sehr schnell in die Steuerung ein. Gegenstände, Türen, Gegner und ähnliches werden automatisch zentriert, wenn man diese in das Blickfeld bekommt. Durch die beiden Schultertasten auf dem Controller kann man sich frei durch die Ziele klicken, ohne Angst haben zu müssen, etwas zu übersehen. Mit dem linken Stick bewegt sich, wie bei den meisten Spielen, der Charakter. Die Lauf-Animation ist zwar nicht grade gelungen, jedoch führt der Charakter rigoros die Laufbewegungen auf und man hat nie das Gefühl, man würde die Kontrolle verlieren. Durch den rechten Stick lässt sich die Kamera frei um den Charakter bewegen und bietet damit einen Rundumblick über die Situation. Knights of the old Republic ist eines der wenigen Spiele, die auch das digitale Steuerkreuz benutzen und zwar zum Durchschalten seiner Fähigkeiten und Talenten. Was noch seltener als die Benutzung des Steuerkreuzes ist, ist der sinnvolle Einsatz der "Back-Taste" (Ja, so etwas habt ihr auf eurem Controller und zwar neben dem Start Button… man lernt nie aus, oder?), denn mit diesem Knopf könnt ihr den Solo-Modus aktivieren und euch frei durch die Levels bewegen, ohne dass eure Kameraden euch folgen. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Steuerung überaus gut gelungen ist und man sich schnell rein findet, auch wenn so gut wie jeder Knopf auf dem Pad belegt ist..

Die Grafik
Einer der größten Kritikpunkte an Kotor war schon seit den ersten Screenshots die Grafik. Das Spiel benutzt die knapp drei Jahre alter Never Winter Nights Engine und so sieht es leider auch stellenweise aus. Vor allem die ersten Planeten und Gebäude sehen abscheulich aus und bieten einem verwaschene Texturen, schreckliches Licht, keine Details… es wirkt einfach tot. Dies ändert sich aber schlagartig nach einigen Stunden. Die Grafik scheint sich von Stunde zu Stunde zu steigern und die späteren Planeten sehen teilweise einfach nur noch traumhaft aus. Vor allem der Hintergrund schwankt sehr stark in der Qualität. So sieht es auf einigen Planeten aus, als würde man vor einem verwaschenen 2D-Bitmap stehen, während man auf anderen Planeten einen Panoramaausblick genießen darf, der einen vergessen lässt, dass man im Krieg ist. Auch beim Thema Animationen und Lichteffekte steigert sich das Spiel im späteren Verlauf. Beim Einsatz von den Lichtschwertern, wird keiner mehr an der Grafikpracht, die in Kotor steckt, zweifeln.

Der Sound
Electronic Arts hat schon vor dem Release von Knights of the old Republic damit geworben, 280.000 Euro für die deutsche Übersetzung auszugeben. Kotor ist nicht das erste Spiel, welches so eine Summe für eine Übersetzung verschlingt und meistens fragt man sich beim fertigen Produkt, wo dieses Geld denn abgeblieben ist. Mit diesen Zweifeln wird man auch an Kotor herangehen, zum Glück aber unbegründet. Die deutsche Übersetzung und vor allem Sprachausgabe wurde vorbildlich übersetzt. Die Stimmen passen zu den jeweiligen Charakteren und passen sich auch der jeweiligen Situation an. Wer also Angst hat, dass er im Endkampf von einer einschläfernden Piepsstimme begrüßt wird, kann beruhigt sein. Leider hat sich hier aber ein kleiner Bug eingeschlichen und so passiert es in der ein oder anderen Situation, dass die Sprachausgabe auf englisch ist oder gänzlich fehlt. Diese Fehler sind zwar ärgerlich, aber so vereinzelt, dass sie den Spielspaß kaum trüben. Wer aber denkt, er müsste gar nichts mehr lesen, wird leider enttäuscht. Eine echte Sprachausgabe haben nämlich nur die Charaktere erhalten, die auch Basic sprechen. Aliens sprechen weiterhin ein Kauderwelsch, was man nicht verstehen kann und damit auf den Untertitel angewiesen ist. Beim Thema Musik und Soundeffekt bietet Kotor das Gleiche, wie fast jeder Star Wars Titel. Begleitet werdet ihr von einem Star Wars-typischen Soundtrack, der euch in seinen Bann ziehen wird und auch die Soundeffekt werden ihr weiteres dazu beitragen. Denn was wäre ein echtes Star Wars Spiel, ohne die typischen Lichtschwertgeräusche?

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
8.9