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SWAT: Global Strike Team

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Altbekanntes Gameplay
Die jeweilige Spielfigur steuert ihr in bekannter Ego Shooter Manier, Befehle werden mittels Steuerkreuz oder Headset erteilt. Letztere Möglichkeit funktionierte bei unserem Test aber nicht sonderlich zuverlässig, was vielleicht auch an der Unterstützung von deutscher Sprachausgabe liegt. Die erteilbaren Befehle sind von der jeweiligen Situation abhängig, ausführbare Optionen werden farblich hervorgehoben. Erfreulicherweise ist die KI eurer Mitstreiter gut umgesetzt, die Wegfindung stellt keine Probleme dar und Ziele werden zuverlässig und schnell ausgeschaltet. Lediglich wenn um das effektive Suchen nach Deckung geht, sind einige Mängel vorhanden. In Sachen Gegner KI sieht es allerdings weit weniger positiv aus, denn einige eurer Gegenspieler reagieren geschickt und setzten auch Granaten (Gas und Flashbangs) gegen euch ein. Manchmal aber wird die Anwesenheit des SWAT Teams einfach nicht bemerkt, obwohl man sich deutlich durch das Sichtfeld des Gegners bewegt hat.

Hier sollte ein weiterer wesentlicher Aspekt erwähnt werden, das Spiel versteht es geschickt, Licht und Schatteneffekte in das Spielerlebnis zu integrieren. So gut wie jede Lichtquelle im Spiel lässt sich löschen und die Dunkelheit auch taktisch nutzen, dass dabei die Framerate nicht einbricht, ist ein erfreulicher Fakt. Durch das Anschleichen im Schatten werden auch nette Überraschungseffekte möglich, so kann ein überraschter Gegner sich durchaus ohne Gegenwehr ergeben. Die Reaktion der Feinde ist dabei weniger gescripted als beim direkten Widersacher Rainbow Six. Allerdings gibt es durchaus Situationen, in denen Gegner in schon gesäuberten Gebieten quasi aus dem Nichts auftauchen, überflüssig und unnötig. Beim Umgang mit den Schießeisen ist so oder so Vorsicht angesagt, Zivilisten zu verletzen ist Tabu und auch bestimmte Terroristen sollten besser verhaftet als gleich durchlöchert werden. Für korrektes Vorgehen erhaltet Ihr zur Belohnung Medaillen und Waffenpunkte, welche zum Upgrade der verschiedenen Witwenmacher verwendet werden. Die Auswahl an unterschiedlichen Waffen ist allerdings recht begrenzt und erstreckt sich über Sturmgewehr samt Zoomfunktion über eine praktische Nahkmapf MP mit hoher Schussrate bis hin zu Schrotflinte und Snipergewehr. Nachteilig ist allerdings der Fakt, dass sich die Waffen bei einigen Missionen nicht frei auswählen lassen.

Spannend, aber linear
Die Mission sind durch wechselnde Ziele und aufregende Aktionen, zum Beispiel Bombenentschärfen unter Zeitdruck, spannend umgesetzt und durchaus unterhaltsam. Die Spielabschnitte sind teilweise sehr groß und die Speicherpunkte insgesamt fair verteilt. Bei der Gestaltung der Spielabschnitte hat man bei Argonaut die lineare Variante gewählt, alternative Wege oder Lösungsmöglichkeiten gibt es so gut wie gar nicht, euer Vorgehen ist so weitgehend festgelegt. Auch fehlt dem Leveldesign der rechte Kick: Zwar wurden sämtliche Locations schön gstaltet und es gibt ein paar Highlights (z.B. die Eisstation) man ist aber auf der Suche nach abwechslungsreichen Ideen und designtechnischen Details.

 Autor:
Dirk Sandel
Testbericht
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Leserwertung:
7.5