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SWAT: Global Strike Team

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Das unspektakuläre Ende und die etwas unmotiviert erzählte Story um Überläufer, terroristische Organisationen und Entführungen von wichtigen Personen hätten auch ein wenig mehr Feinschliff verdient. Überhaupt macht das Programm zu wenig aus seinem Potential. Wer will, kann das Spiel mit vielen Stealth und auch einigen Taktikelementen genießen. Ein Großteil der Spieler wird SWAT aber wie einen klassischen Ego-Shooter angehen und dabei auch Spaß haben, für einen Ego-Shooter ist SWAT aber zu kurz und zu linear. Hier liegt das Hauptproblem, das Spiel ist weder 100% reinrassiger Taktik Shooter noch ein absolut hochwertiger Ego Actionkracher, auch bei den höheren Schwierigkeitsgraden beträgt die effektive Spielzeit weniger als 10 Stunden - zu wenig für 50 Euro.

Und wie ist es technisch?
SWAT: Global Strike Team zeigt sich als technisch grundsolides Programm mit einem echten Highlight: Die Lichteffekte sind, wie schon erwähnt, sehr hochwertig und ansprechend gestaltet. Einigen Spielabschnitten fehlt es etwas an Details und die Tatsache, dass euer Charakter nicht springen kann, ist nicht nur technisch, sondern auch spielerisch recht schwach. Die Qualität der Texturen lässt sich als gut bezeichnen, wobei einige aus der Distanz gut aussehen, beim Näherkommen aber schnell unscharf werden. Erfreulich hingegen ist die auch im Splitscreen konstante Framerate.
Der Sound geht mit knackigen Waffeneffekten und effektvollem 5.1 Surround in Ordnung ohne Maßstäbe zu setzten. Gelungen ist allerdings die Auswahl der Synchronsprecher, die Sprachausgabe ist technisch sauber, versiert umgesetzt und klingt halbwegs motiviert.

Multiplayer ja, online nein!
Das Spiel bietet eine Reihe von Multiplayer Spielmodi, darunter auch ein spaßiger Kooperationsmodus, der etwas unter Unübersichtlichkeit leidet. Auch die diversen Gegeneinander Multiplayeraspekte sind durchaus gelungen, leiden aber unter einer gemeinsamen Schwäche: Wo ist die Onlineunterstützung? Zwar gibt es downloadbare Levels und eine Rangliste über Xbox Live, online spielbar ist der Titel aber unverständlicherweise nicht. Gerade Onlinefreunden, denen Rainbow Six zu hart war, hätte SWAT eine interessante Alternative, besonders im kooperativen Spiel bieten können. Offenbar wollte man SWAT unbedingt zeitnah mit Rainbox Six veröffentlichen, anders ist das Fehlen einer Onlineoption nicht zu erklären, wo man doch bei Argonaut spätestens beim Xbox Live fähigen Rennspiel Carve genug Erfahrung gesammelt haben müsste. Das hätte auch den Wiederspielwert des Titels erheblich gesteigert und den zu kurzen Singleplayerpart egalisiert.

So aber nimmt SWAT aufgrund der zu vielen vergebenen Chancen mit recht deutlichem Abstand den zweiten Platz hinter Rainbow Six ein und stellt ein gutes Maß an Unterhaltung dar, das allerdings zu schnell ein Ende findet. Selten hat ein Spiel soviel an Potential verschenkt wie dieser Titel. Vielleicht wird es ja einen Nachfolger geben, zu hoffen wäre es. Denn sowohl Engine als auch Spielablauf haben ihre Stärken.

 Autor:
Dirk Sandel
Testbericht
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Leserwertung:
7.5