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The Elder Scrolls 3: Morrowind

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Wenn man fremde Wohnhäuser betritt, wird der Hausherr den Spieler genau im Auge behalten. Besser ist es, dort nicht in den Truhen oder Regalen herumzuschnüffeln oder gar etwas einzustecken. Das heißt jedoch nicht, dass man das nicht könnte, der Eigentümer wird dann aber seinem Unmut dementsprechend kundtun und den Spieler auf die Matte befördern, wenn dieser nicht stark genug ist. Auf offener Straße fängt man hingegen am besten überhaupt keine Schlägerei an. Wenn man sein "Opfer" dabei noch ins Jenseits befördert, wird bald die ganze Stadt oder gar die örtliche Miliz hinter einem her sein. Hat man hingegen schon genügend Kraft gesammelt und sich dementsprechend verhalten, könnte man auch ein gefürchteter Ganove werden, der überwiegend gemieden wird. Entscheidet man sich lieber für ein anständiges und rechtschaffenes Leben, wird man um einen Besuch in Laden nicht herumkommen. Es gibt nahezu alles zu erwerben: Rüstungen, Waffen, Heiltränke, Nahrung oder Gebrauchsgegenstände. Viele Dinge kann man auch auf Wegen durch die Welt, in Höhlen oder Wäldern finden. Oder man kann auch ein kleines Gewerbe eröffnen und sich mit dem Verkauf von Tränken, die man selbst gebraut habt, einen Namen machen. Voraussetzung dabei ist natürlich entsprechendes Wissen in der Alchemie.

Einziger Kritikpunkt, der an der Realistik der Welt knabbert, sind die Handlungen der Stadtbewohner - diese gehen nämlich keiner genauen Tätigkeit nach. Auf den Straßen klappern die Figuren immerfort ihre Wegpunkte ab und scheinen nur darauf zu warten, dass man sie anspricht. Läden haben 24 Stunden am Tag auf, und zur Nachtruhe legt sich wohl auch niemand. Hat man einmal die gesamte Handlungsfreiheit erfasst, so wird schnell klar, dass es eigentlich überhaupt nicht wichtig ist, wann und in wiefern man der Story nachgeht. Doch könnten manche Spieler Probleme mit der gigantischen, spielerischen Freiheit bekommen, denn der dünne Handlungsstrang ist nicht immer zu erkennen. Wäre da nicht das Tagebuch, in dem alle wichtigen Dinge und Aufträge festgehalten sind, die man annimmt, würde der Spieler wohl alsbald komplett die Übersicht verlieren.

 Autor:
Benjamin Schneider
Testbericht
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Leserwertung:
10.0