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The Italian Job

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Frust oder Lust?
Auch der Story-Modus ist schon beendet, wenn es eigentlich erst gerade los geht. Wahrscheinlich um die Spielzeit ein wenig in die Länge zu ziehen, wird einem dafür ein etwas unausgewogener Schwierigkeitsgrad geboten. So sind die ersten Missionen sehr einfach und schnell gemeistert. Zwischendurch wird dann aber angezogen und mit unfairen Aktionen wird man zudem das ein ums andere Mal etwas verärgert. So muss man beispielsweise in einem Rennen über den Damm seinen Gegnern ausweichen, oft aber kommen einem in einem Tunnel oder auf einer schmalen Brücke gleich mehrere Fahrzeuge entgegen, sodass man keine Chance hat, diesen zu entgehen. Auch kommt es vor, dass Gegner auf einmal vor einem auftauchen, ein Zusammenstoß ist da unumgänglich.
Zudem stört es in längeren Missionen, dass man jeden Teil der selbigen immer wieder spielen muss. Besonders auffällig ist dies im Rennen durch die U-Bahn. Hier müssen drei Rennen hintereinander bestritten werden, gewinnt man aber das letzte nicht, muss man die zwei vorherigen ebenfalls noch mal fahren. Hier ist Ausdauer von Nöten, um nicht nach dem dritten Versuch aufzugeben.

Kinoreif?
Grafik und Sound sind guter Durchschnitt. So läuft das Spiel flüssig, wenn auch nicht sonderlich schnell, wirkt dafür aber stellenweise etwas steril und leblos, da auf den Straßen keine Fußgänger unterwegs sind. Environment-Mapping auf den Autos entschädigt leicht dafür.
Die Hintergrundmusik ist sehr zurückhaltend und stört immerhin nicht. Etwas lasch sind die Motorensounds, aber was will man bei einem Mini schon erwarten... Kompensiert wird das von der guten deutschen Sprachausgabe, auch wenn es nur ein Sprecher ist, der einen mit seiner Stimme beglückt.

Fazit
Abgesehen von der kurzen Spieldauer und den erwähnten Schnitzern ist The Italian Job ein unterhaltsames Spiel für zwischendurch, die fehlende Abwechslung aber ist dafür verantwortlich, dass viele Missionen kaum bis gar keinen Wiederspielwert bieten. Auch für die Präsentation hätte die Filmvorlage sicher mehr Potential geboten, denn der Spieler bekommt zwischen den Missionen nur Standbilder in Spielgrafik und ein paar gesprochene Sätze zu sehen beziehungsweise hören.
Die einfache Steuerung und unkomplizierte Spielweise sind Garanten für einen schnellen Einstieg, der aber ebenso schnell beendet sein dürfte. Wer aber auch ohne Ziel gerne durch die Stadt saust, kommt länger auf seine Kosten.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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