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Transworld Snowboarding

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 Spiel-Infos: Transworld Snowboarding
Transworld Snowboarding Boxart Name: Transworld Snowboarding (PAL)
Entwickler: Housemarque
Publisher: Atari
Erhältlich seit: 08. November 2002
Genre: Sport
Spieler: 1-4
Features:
DD5.1

Sommer, Sonne, Pulverschnee. So oder so ähnlich kann man Snowboard Games im Sommer beschreiben. Nachdem Amped von Microsoft und SSX von EA schon die Piste unsicher machen, wagte sich auch Atari ins Rennen. Mit Transworld Snowboarding zielt Atari aber eher auf die Arcade-Freunde ab.

Schnee ist nicht gleich Schnee
Ohne langes Gerede kann sich der Spieler in die typische Karriere stürzen. Schnell ist ein Fahrer und ein Board ausgewählt und ab geht es auf die Piste. Transworld Snowboarding ist ein richtiges Vorzeigebeispiel für einsteigerfreundliches Gameplay. Auf der Piste stellt das Spiel verschiedene Anforderungen an den Spieler. So darf er mal einfach eine bestimmte Punktevorgabe brechen, oder auch versteckte Sachen suchen. Für Speed-Freunde hat das Spiel jedoch auch etwas zu bieten und so gibt es ab und zu auch ein kleines Wettrennen. Die Aufgaben sind alle recht simpel gehalten und sobald man das System von Transworld durchschaut hat, läuft es wie geschmiert. Beim ersten Starten fragt man sich wohl "Wer soll das schaffen?", jedoch verfliegt dieser Eindruck sehr schnell. Die Aufgaben sind meist fordernd ohne unfair zu werden. Vor allem Freunde der bewährten "Starten - Fehler - Abbrechen - Neustarten" Strategie werden hier auf ihre Kosten kommen, denn solche Aufgaben gibt es des öfteren im Spiel. Leider leidet auch euer Daumen darunter, denn Brandblasen und Hautablösung muss man bei diesem Spiel mit einkalkulieren.
Die Steuerung des Boards kommt recht simpel daher: Mit dem linken Stick steuert ihr euren Fahrer auf der Piste und der rechte Stick dient für das Ausüben der Tricks. Wer keine Karriere starten möchte, hat natürlich auch die Möglichkeit, sich im Zeitfahren oder Freeride die Strecken anzuschauen.

Abseits der Piste
Das Design der Pisten ist in der Regel recht anständig gelungen, jedoch sollte keiner damit rechnen, einen großen Ausflug außerhalb der Pisten machen zu können. Das Spiel erlaubt euch wohl ein paar Alternativwege, jedoch hört es da dann auch schon auf. Wer es also bei anderen Snowboard-Spielen liebte, abseits der Piste durch Flora und Fauna zu rasen, muss sich bei Transworld umstellen. Dafür ist das Style-Set bei den meisten Pisten recht gut gelungen. Ob ihr nun in den Bayrischen Bergen fahrt, in einer japanischen Indoor-Halle oder auch mal durch Area 51, macht da keinen Unterschied. Vor allem die verschiedenen Tageszeiten machen die Pisten zu einem wahren Augenschmaus. Neben dem normalen Tageslicht dürft ihr auch nachts oder in der Abenddämmerung boarden, dann sind die Pisten mit wunderschönen Lichtern beleuchtet. Natürlich bietet die Streckenauswahl nicht nur normale Pisten sondern auch eine Halfpipe oder den bekannten "Air Max". Grafisch bietet das Spiel nicht wirklich viel Neues, jedoch ist Altbekanntes sauber umgesetzt. Der Schnee sieht meistens sehr realistisch aus, auch wenn es besser geht. Dagegen sehen manche Texturen ein wenig arm aus, vor allem, wenn man nahe an Steinwände oder eine Hütte heranfährt, sieht man einige grafische Schwächen. Auch beim Thema Details haben sich die Entwickler nicht mit Ruhm bekleckert: Die meisten Strecken sehen recht leer aus und es kommt oft der Eindruck rüber, dass die Entwickler am Ende einfach keine Lust mehr hatten, die Strecken weiter zu designen. Dazu kommen noch einige technische Schwächen dazu, vor allem bei der Kollisionsabfrage haben die Entwickler scheinbar gepennt. So passiert es ab und zu, dass ein Stück eures Boardes einfach mal in einer Wand verschwindet oder Teile eures Körpers gänzlich durch ein Objekt gehen. Leider müsst ihr auch einige Framedrops hinnehmen, die jedoch zum Glück nicht allzu oft auftreten. Auch beim Thema Animationen kratzt man sich das ein oder andere mal am Kopf.

 Autor:
Carlos Rebo
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
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