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UEFA Euro 2004

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Ballkünste
Die Steuerung geht nach einer gewissen Eingewöhnungsphase gut von der Hand, obwohl sie einige Raffinessen vermissen lässt. So ist es kaum möglich, einen gegnerischen Spieler stehen zu lassen. Einzig mit dem rechten Stick lassen sich kleinere Ballkünste vollführen, diese reichen aber in den seltensten Fällen aus, einen Verteidiger ins Leere laufen zu lassen. Mit dem schwarzen Knopf lassen sich "Täuschungsmanöver" fahren, doch auch diese sind kaum von Erfolg gekrönt. Ebensowenig erfolgversprechend ist der Einsatz der weißen Taste. Mit dieser wird die "Off the Ball Control" aktiviert. So kann man zwischenzeitlich neben dem ballführenden Charakter auch einen von drei anderen Spielern per rechtem Stick steuern und in die richtige Position rücken. Allerdings dauert dieser Vorgang viel zu lange, als dass man tatsächlichen Nutzen daraus ziehen könnte. Hat man erst einmal heraus, welchen Spieler man steuert und diesen annähernd richtig positioniert, wurde dem anderen auch schonwieder der Ball weggenommen.
Ansonsten funktioniert die Steuerung recht gut, auch wenn Pässe häufig auf falsche Spieler angesetzt werden, anstatt auf einen besser postierten.

Präsentation
Trotz des EM-Faktors muss leider gesagt werden, dass die Präsentation nicht alle Möglichkeiten ausschöpft. Bis auf den netten Einmarsch sowie Nelly Furtados "Forca", das unter anderem aus den Boxen klingt, ist hier nicht viel zu sehen. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Mansnchaften weder in ihrer tatsächlichen EM-Formation noch in den richtigen Gruppen vorhanden sind. Nach der Qualifikation bleibt die Gruppenphase dem Zufall überlassen und deutsche Fans müssen dann auch zum Beispiel mit Ramelow über das Spielfeld trotten, statt mit "Schweini" für Wirbel zu sorgen. Sicher ist dies aufgrund der Entwicklungszeit nicht möglich gewesen, dadurch nimmt das Spiel aber eher den "Ein Turnier in EM-Form"- statt "Ich spiele hier in Portugal"-Charakter an.

Urlaubsszenarien
Dafür stehen einem aber noch weitere Optionen zur Verfügung, als nur die EM zu bestreiten. Neben dem obligatorischen Freundschaftsspiel kann man auch ein Hin- und Rückspiel veranstalten oder sich ein eigenes Szenario basteln. Letzteres erlaubt einem, zu einer bestimmten Zeit in ein Spiel einzusteigen, in dem auf Wunsch schon Tore gefallen, Karten verteilt und Männer vom Platz gestellt sind. Auf diese Weise kann man beispielsweise bekannte Momente der Fußballgeschichte nachstellen und versuchen, ihnen doch einen anderen Ausgang zu verpassen.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
4.0