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Unreal Championship

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Mögen die Spiele beginnen!
Insgesamt warten sechs teils bekannte und genretypische Spielmodi darauf, gemeistert zu werden. Im Deathmatch wird auf alles geschossen, was sich bewegt, wohingegen im Team-Deathmatch zwei verschiedene Teams gegeneinander antreten. Eine gegnerische Flagge stehlen und in die eigene Base bringen ist im Teamspiel "Capture the Flag" das Ziel. Im Survivalmodus muss ein Spieler im "One-on-One" - Match nach und nach gegen alle anderen Gegner vorgehen. Bei Bombing Run - ebenfalls ein Teamspiel - muss ein Ball eingesammelt und durch ein Tor in der gegnerischen Basis befördert werden. Und last but not least das interessante Double-Domination. Hierbei wird wieder im Team vorgegangen. Auf der Karte gibt es zwei Bereiche, die gleichzeitig von einem Team zwölf Sekunden lang gehalten werden müssen, bevor es einen Punkt gibt.
Ferner gibt es die Möglichkeit, sogenannte Mutanten einzuschalten. Dabei handelt es sich um kleine Modifikationen, die das Spiel auf interessante Weise verändern. Eine Mutante beispielsweise stattet alle Spieler lediglich mit der Shock-Rifle aus, und ein Treffer tötet den Gegner. Eine andere Mutante wandelt den Schaden, welchen man verursacht, in Lebensenergie um. Insgesamt gibt es elf Mutanten.
Da es sich in den Arenen nicht um einen Sonntagsspaziergang handelt, sondern knüppelharte Action das Geschehen bestimmt, gibt es rund ein Dutzend Waffen, mit denen man seine Gegner von seinen Absichten bestimmt überzeugen kann. Alle Waffen haben neben der primären Feuerfunktion auch eine sekundäre. So kann man beispielsweise mit dem Raketenwerfer statt mit nur einer Rakete gleich mit dreien den Gegnern den Boden unter den Füßen wegziehen, und die Minigun erhöht beim Einsatz der zweiten Feuerfunktion ihre Feuerrate.

Action pur
Warum eine Story, wenn die Action so viel Spaß macht? Auf den rund 30 - teils modiabhängigen Innen- und Außenmaps - geht es hart zur Sache. Während der Spieler Gegner umnietet, steigt nicht nur bei diesem schnell das Adrenalin, auch bei seinem virtuellen Vertreter schießt es ebenfalls in die Höhe. Werden 100 Prozent erreicht, kann man durch Tastenkombination einen vorübergehenden Spezialzustand wie Unsichtbarkeit, erhöhte Bewegungsgeschwindigkeit und Unbesiegbarkeit erlangen. Um schneller auf 100 Prozent zu kommen, liegen auf den Maps kleine Kapseln verteilt, die den Adrenalinbalken schrittweise steigern. Hier und da ist ein Schadensbonus-Item versteckt, was die Widersacher gleich doppelt so schnell zu Boden fallen lässt.
Bei der KI haben sich die Entwickler wirklich dahinter geklemmt. Sie überzeugt durch zufälliges, energisches und taktisch schlaues Verhalten, sodass man denken könnte, gegen Menschen zu spielen. Dies setzt natürlich einen dementsprechenden Schwierigkeitsgrad voraus. Wer im Anfängergrad auf Gegnerjagd geht, darf sich nicht wundern, wenn seine Zielscheiben wie Steine zur Erde sinken.

Niemand ist perfekt
Kein Spiel ist ohne Macken. Auch Unreal Championsship ist davon nicht verschont geblieben. Es sind nicht viele, aber dafür sind sie umso gewichtiger. Zum einen wäre da die nie konstante Bildwiederholungsrate. Grafisch macht das Spiel aber einiges her. Die Texturen sind scharf, die Physik grandios. In manchen Levels gibt es Stellen, da bleibt man einfach nur vor Staunen stehen und genießt die Effekte der Waffen oder der Arena. Tummeln sich aber noch zusätzlich vier bis acht Gegner mitsamt Teamkameraden auf der Karte, wackelt die Framerate gen Boden, was für ärgerliche Ruckler im effektgeladenen Gesamtbild sorgt.
Zum anderen sei als negativer Punkt die Sprachausgabe erwähnt. Nicht, dass die Sprecher schlechte Stimmen hätten, aber selbst jene müssen einfach mal frustrierende Momente bei ihrer Arbeit haben, wenn sie Sätze wie "Ich bin hier der Boss", "Stirb" oder "Heul nicht rum - spar dir deinen Schmerz für später auf" aussprechen müssen, die dann nach dem Zufallsprinzip beim Fraggen eines Gegners ertönen. Da eine Umstellung der Sprache auf der Xbox aber nicht möglich ist, muss der Spieler sich Ausrufe und Kraftausdrücke um die Ohren schlagen lassen, von denen man wenigstens die härteren, verbalen Äußerungen im Menü abstellen kann. Alle anderen sorgen für den einen oder anderen unfreiwilligen Lacher.

 Autor:
Benjamin Schneider
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