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Unreal Championship

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Die Onlinefunktion wurde gut umgesetzt. Jedoch verläuft eine Partie aufgrund der evtl. auftretenden Lags nicht immer reibungslos. Wer übliches DSL (768 / 128) der Telekom verwendet und ein Spiel hostet, bekommt bei dieser Bandbreite eine Empfehlung für maximal fünf Personen vom Programm gemeldet. Dieser Vorschlag macht allerdings auch Sinn, denn trotz der Tatsache, dass man auch mehr als fünf Spieler zulassen kann, sollte den Hinweis dennoch beachten, da die Runde sonst in einer kläglichen Diashow endet.
Microsoft stellt zwar auch einige Spieleserver bereit, aber die Chance, auf ihn zu gelangen, ist sehr gering, da alle Plätze schnell belegt sind und die Runden meist für nur 16 Teilnehmer eingestellt sind.

Einer für alle, alle für einen?
Eines sollte man beim Kauf des Spiels unbedingt beachten: Das Programm ist ein Multiplayer- Titel. Für Solisten, die Story suchen, ist hier nichts dabei, und die Spielmodi sind durch ihre Simplizität und ihre teilweise fehlende Innovation auf Dauer nicht sonderlich motivierend. Wer nicht mit Xbox- Live an den Start gehen kann, sollte sich mindestens mit mehreren Freunden den Bildschirm teilen. Optimal ist jedoch die Live-Benutzung, denn darin liegen die tatsächlichen Wurzeln des Spiels. Denn so gut die KI auch ist - es ist ein völlig anderes Gefühl, gegen menschliche Spieler aus aller Welt anzutreten, als immer nur Bots abzuschießen. Dieses Gefühl kennt jeder, der schon einmal online mit - oder gegen - menschliche Mitspieler gespielt hat. Zudem gibt es Weltranglisten, in denen man sich nach dementsprechender Arbeit wieder finden kann. Dies sorgt ebenfalls für die nötige Motivation.

Fazit
Mit Unreal Championchip erhält der Spieler einen soliden Actiontitel für die Xbox-Live-Nutzung. Wer mit Live online geht, sollte UC in seinem Besitz wissen. Action, wohin das Auge blickt und das bei ansehnlicher Grafik, Physik und KI. Allerdings muss man sich dann die niedrige Framerate gefallen und die plumpen Ausdrücke der virtuellen Kämpfer um die Ohren schlagen lassen. Solospieler sollten genau wissen, worauf sie sich einlassen und in Erwägung ziehen, auf Titel wie Halo oder Turok Evolution zurückzugreifen, wenn es schon ein Ego-Shooter sein soll. Zwar kann das Spiel auf kurze Dauer auch Solisten begeistern, dürfte aber schnell aufgrund der fehlenden Motivation und Innovation wieder den Weg in die Hülle finden. Zu einem Preis von 30 Euro aber allemal eine Empfehlung für Live-Besitzer.

 Autor:
Benjamin Schneider
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