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Voodoo Vince

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Die Gestaltung der Levels gibt technisch keinen Anlass zur Klage, wenn auch etwas mehr Leben den Szenarien gut getan hätte. Durch den Mangel an animierten Details entsteht teilweise ein fast steriler Eindruck, außer einigen bewegten Plattformen und animiertem Himmel gibt es nicht viel Sehenswertes. Überhaupt mangelt es an den kleinen Details, die absolute Toptitel nun einmal ausmachen. Auf eine Animation des Wassers wurde verzichtet, ebenso auf Wettereffekte und ähnliche Nebensächlichkeiten, die den Gesamteindruck prägen. Andererseits wurden feine Spiegel- und Lichteffekte eingebaut. Vielleicht fehlte den Entwicklern einfach die Zeit, um noch mehr Effekte in das Spiel zu integrieren.
Die Ladezeiten halten sich in einem sehr angenehmen Rahmen, warum allerdings nach dem Verlust aller Leben automatisch ins Hauptmenü gesprungen wird, ist uns ein Rätsel, denn dieser Vorgang ist stets mit einer recht langen Ladezeit verbunden. Die Zwischensequenzen werden in Spielgrafik gezeigt und sind teilweise sehr witzig, weil die Mimik von Vince und dem leicht tölpelhaften Kosmo sehr schön ihre derzeitige Stimmungslage ausdrückt, gut gemacht!
Die Nettospielzeit fällt im Vergleich zur Genre Konkurrenz recht bescheiden aus, geübte Spieler werden nach 10 bis 15 Stünden den Abspann sehen. Der Wiederspielwert ist aber durchaus gegeben da jedes Level erneut besucht werden kann, so lässt sich auch während des Spiels an Bushaltestellen ein vorher besuchtes Level erneut besuchen. Erfreulicherweise treten dabei einmal besiegte Gegner nicht mehr auf.

Soundtrack zum Genießen
Mag das Gameplay seine Schwächen haben, in einer Beziehung überzeugt Voodoo Vince auf ganzer Linie. Der Soundtrack in Form von groovigen Blues- und Dixie- Stücken passt perfekt und ist qualitativ hochwertig und abwechslungsreich, bei einigen Musikstücken ist spontanes Mitpfeifen angesagt. Die Sprachausgabe ist hochwertig, allerdings im gesamten Spiel nur in englisch, was in Anbetracht der durchaus jüngeren Zielgruppe ein nicht zu verachtendes Manko ist. Zudem lässt die Übersetzung von Vince`s coolen Sprüchen mittels Untertitel teilweise zu wünschen übrig, nicht englisch Kennern wird so ein Großteil des durchaus vorhandenen Humors leider verborgen bleiben.

Fazit
Leider ist Voodoo Vince ähnlich wie Blinx an seinen Ambitionen gescheitert. Die neuartigen Voodoo Spielelemente werden nicht in dem Ausmaß genutzt, wie es möglich gewesen wäre. Die Einbindung der Rätseleinlagen, der Zwischenspiele und die allgemeine Präsentation sind zwar gut geglückt, das Spiel scheitert aber leider an den Jump`n Run Elementen, die nach wie vor den Kern des Spiels ausmachen. Diese Abschnitte zeigen sich aufgrund der Kameraprobleme und der leblosen Levelgestaltung als recht einfallslos und teilweise frustrierend. Damit kein falscher Eindruck entsteht, Voodoo Vince ist ein gutes Spiel mit einigen Highlights, aber leider in der grundlegenden Spielmechanik mit zu vielen Schwächen behaftet, um in die Elite des Genres vorstoßen zu können.

 Autor:
Dirk Sandel
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