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XIII

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Cooles Spiel, ärgerliche Schwächen
Neben den im vorhergehenden Abschnitt genannten Problemen beim Leveldesign leiden die insgesamt über 20 Missionen auch an einigen anderen ärgerlichen Schwächen. So wurden die Checkpoints teilweise sehr unglücklich platziert, was für einige unnötige Frustmomente sorgt. Auch die KI der Computergegner wurde sehr schwankend realisiert. Zwar reagieren sie auf Geräusche und nicht effektiv versteckte, betäubte Kollegen, suchen Deckung oder holen Verstärkung, aber wenn der 50 cm nebenanstehende Kumpel mittels eines Headshots das Zeitliche segnet, dann tritt ein akuter Fall von plötzlicher Blind- und Taubheit ein. Dieser Fehler tritt besonders beim Einsatz der Sniper auf, zieht sich aber in regelmäßiger Ärgerlichkeit durch das ganze Spiel, auch im höheren Schwierigkeitsgrad. Ein weiteres Problem zeigt sich bei eueren Widersachern. Es gibt zu wenige wirklich unterschiedliche Gegner, was aber wohl auch am Szenario des Spiels liegt.

Die Soundunterstützung ist im Allgemeinen hervorragend, knackige Soundeffekte, tolle und passende Musik sowie perfekte, deutsche Sprachausgabe sorgen für ein beeindruckendes Audioerlebnis. Freunde von kinoreifem Raumklang werden allerdings etwas enttäuscht sein, denn XIII wurde im Bereich Dolby Digital nicht gut abgemischt. Die Center und Frontboxen liefern einen Großteil der Soundeffekte, während auf effektiven Einsatz der rückwärtigen Lautsprecher und des Subwoofers weitgehend verzichtet wurde. Keine Spur von den vorbeifliegenden Geschossen bei Medal of Honor oder den wummernden Explosionen eines (ironischerweise auch von Ubisoft stammendem) Rainbow Six 3.
XIII klingt sehr gut, für Dolby Digital Fans bietet das Spiel aber zu wenig.

Ein paar Freunde müsst Ihr sein...
..um mit dem Spiel auch im Multiplayer Freude zu haben. Neben Splitscreen und Systemlink Modi lässt sich das Programm auch über Xbox Live spielen. Größtes Manko ist der Mangel an Spielmodi. Aus Deathmatch, Team-Deathmatch und CTF tut sich lediglich der Sabotage Modus hervor, in dem Bomben an bestimmten Zielen platziert werden müssen. Ein Coop Modus ist komplette Fehlanzeige und der Xbox Live Support präsentiert sich sehr durchwachsen. Zwar sind die Maps ansprechend gestaltet und durchdacht designt, allerdings trüben einige unschöne Mankos im Netzwerkcode das Vergnügen. Das Spielgeschehen ist in den seltensten Fällen (trotz maximaler Spielerzahl von acht) wirklich flüssig und das Zielen wird so ab und an ein wenig zur Glückssache. Dennoch wäre das für Anhänger von schneller Balleraction noch zu verschmerzen, zumal nicht in Runden gespielt wird. Werdet Ihr gefraggt, seid ihn nach einem kurzen Knopfdruck wieder da.

 Autor:
Dirk Sandel
Testbericht
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