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Conker: Live & Reloaded

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 Spiel-Infos: Conker: Live & Reloaded
 Boxart Name: Conker: Live & Reloaded
Entwickler:
Publisher:
Erhältlich ab: TA. Januar
Genre:
Spieler: 1 - 16
Features:
Xbox Live, Dolby Surround
Ich mag Tiere. Ich mag sie wirklich. Diese kleinen Mäuschen, Häschen und Hamster, die mit Vorliebe als todesmutiges Selbstmordkommando hinter Kühlschränke und Wohnzimmer-Möbel krabbeln. Doch ohne mögliche Details der Motive zu beleuchten, wenden wir uns lieber einem weiteren possierlichen Nagetier zu: dem Eichhörnchen. Das unlängst in Günther Jauchs renommierter Quizshow als Fleischfresser entlarvte Tier ist bei Kindern sehr beliebt. Doch nicht nur Entwickler Ocean hat mit Mister Nutz das Tierchen aufgegriffen. Auch Rare, seinerzeit unter der Fuchtel von Großmeister Nintendo, nahm sich des Themas an. Nach ein paar Konzeptänderungen schufen die Stamper-Brüder aber nicht etwa ein weiteres niedliches Spielchen am Rande des guten Geschmacks. Sie kreierten auf dem Nintendo 64 den ungewöhnlichen Antihelden Conker. Aufsehen erregend vor allem wegen des schwarzen Humors und der derben Sprache.
 
Conker lebend ans Kabel!
Nachdem sich Rare an Microsoft verkauft hatte, erlebt der damalige Ladenhüter nun womöglich einen zweiten Frühling. – Die Strategie: Unterstützung von Xbox Live und unzensierter Inhalt. Inzwischen ist der Titel in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium und eine junge Brünette aus Redmond möchte uns mit bekannter amerikanischer Begeisterung einen der letzten Level des Einzelspielermodus anspielen lassen. Die Spannung im Raum ist deutlich zu spüren, waren doch bisher Bilder aus dem Solo-Abenteuer tabu. Langsam öffnet Conker seine Kulleraugen. Ein kurzer Blick nach rechts und links verrät ihm, dass dies nicht mehr die gemütliche Kneipe ist, in der er eigentlich grad noch das letzte Bier geleert hatte. Vielleicht war das achte Bier dann doch eins zu viel. Andere Nager in grüner Uniform, ihre Köpfe unter Blechhelmen versteckt, starren emotionslos an die Wand des Metallgefährts, in dem sie sich befinden. Langsam öffnet sich eine Klappe, Conker verfolgt misstrauisch diese Bewegung. Erleichterung gibt es keine, auch nicht, als die Klappe endlich offen ist. Dafür spritzt das erste Blut eines Kameraden gegen die Mattscheibe. Conker überlebt den darauf folgenden Kugelhagel unverletzt und macht einen Satz ins Wasser. Weitere Verluste von Kameraden muss er hautnah miterleben, deren umherfliegende Körperteile erträgt er. Fassungslos hält er am Strand inne, sieht jedoch ein, dass er hier nicht bleiben kann. Plötzlich erhält der Spieler die Kontrolle über das Tier und muss geschickt dem Kreuzfeuer ausweichen.
 
Ein Stück aus dem Tollhaus
Am Hauptgebäude wartet der Feind, wir stehen ihm von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Kuschelige Teddys warten da, mit Furcht einflößenden Flicken überall und unangenehmen Gesichtsausdrücken. Im Shootermodus gilt es nun, die Plüscharmee über den Haufen zu schießen. Und auch, wenn Besitzern des Originals das alles zu Recht bereits bekannt vorkommt, sind doch einige nicht unwesentliche kosmetische Korrekturen vorgenommen worden. Zahlreiche Lichteffekte, eine deutlich erhöhte Polygonzahl und ein tatsächlich ausgesprochen haariger Conker sind nur die Offensichtlichsten. Sein buschiger Schwanz dürfte die Herzen vieler Manta-Fahrer höher schlagen lassen. Was die Steuerung betrifft, hat Rare sich den geänderten Wünschen der Zielgruppe gefügt. Die Möglichkeit des fröhlichen Rumballerns wurde ausgebaut und verfeinert, im Gegenzug dafür aber die Jump’n’Run-Passagen vereinfacht. Kein Grund, gleich Protestbriefe an Bill Gates zu schicken, schließlich sind die Änderungen sinnvoll und die Steuerung mit Knarre durchaus gelungen. Gerade im Mehrspielermodus mit Live-Unterstützung dürften Xbox-Besitzer jeden Unmut vergessen und N64-Besitzer Freudentränen weinen. Bis zu 16 Spieler können online mit Charakteren aus sechs Klassen in futuristischer oder Weltkriegs-Atmosphäre miteinander messen.
 
 Autor:
Martin Eiser
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Prognose:
5/5
Leserhype:
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